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30. Januar 2017

Kein Verständnis für Kritik des VUMV an Besserstellung tariflicher Arbeit

Jochen Schulte: Tarifliche Bindung für fairen Wettbewerb und gegen Fachkräftemangel


„Zur heute in der Ostseezeitung geäußerten Kritik an den Regierungsplänen zum Tarifausbau des Präsidenten der Vereinigung der Unternehmensverbände in MV (VUMV), Thomas Lambusch, erklärt der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Jochen Schulte:

„Ich habe absolut kein Verständnis dafür, wenn sich der Präsident einer anerkannten Unternehmervereinigung 25 Jahre nach dem Vollzug der Einheit gegen eine förderrechtliche Besserstellung tariflich bezahlter Arbeitsplätze ausspricht. Wenn der VUMV wirklich die Interessen der ostdeutschen Unternehmen und ihrer Beschäftigten im Auge hätte, müsste er im Gegenteil für eine Tarifbindung aller Unternehmen werben, um unfaire Wettbewerbsbedingungen und eine fahrlässige Ausweitung des Fachkräftemangels durch Abwanderung zu vermeiden.

Der VUMV kann nicht erwarten, dass der Staat beispielsweise etwaige langfristige soziale Folgen von Niedriglöhnen bei nichttariflicher Arbeit trägt und dieselben Betriebe zur Belohnung auch noch mit öffentlichen Aufträgen versorgt, während tarifgebundene Betriebe das Nachsehen haben.

„Im Übrigen ist es zwar einerseits nicht falsch, wenn Lambusch die Zahlung von Tariflohn als Ausdruck der Qualifikation des Mitarbeiters ansieht, andererseits grenzt er damit alle nicht nach Tarif bezahlten Beschäftigten als weniger qualifiziert aus. Dass das nicht zutreffend ist, dürfte wohl auch Herrn Lambusch klar sein. Vor dem Hintergrund, dass gute Arbeit gute Löhne verdient, muss es unser Ziel sein, dass möglichst viele Beschäftigte in unserem Land zumindest nach Tarif entlohnt werden.

Wir Sozialdemokraten werden jedenfalls - zusammen mit unserem Koalitionspartner - den Tarifausbau vorantreiben und Firmen mit fairen Löhnen weiter stärken – unter anderem mit der Novelle des Vergabegesetzes“, so Schulte abschließend.
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