SPD Landtagsfraktion Mecklenburg Vorpommern

Der Suchthilfebericht 2025, der heute in Schwerin vorgestellt wurde, zeigt für Mecklenburg-Vorpommern: Vapes, E-Zigaretten und Nikotinbeutel gewinnen bei jungen Menschen zunehmend an Bedeutung. Die Nationale Strategie zur Drogen und Suchtpolitik aus dem Jahr 2012 greift diese akuten Probleme jedoch nicht auf.

Die SPD-Landtagsfraktion richtet sich daher direkt an den Beauftragten der Bundesregierung für Drogen- und Suchtfragen und fordert eine zeitgemäße Suchtprävention und einen konsequenten Jugend- und Gesundheitsschutz.

Eine Erhebung der Universität Greifswald zeigt: 37,2 Prozent der befragten Minderjährigen haben bereits Erfahrungen mit E-Zigaretten gemacht. Zudem haben bereits fast 20 Prozent der 18- bis 25-Jährigen Nikotinbeutel ausprobiert – 2023 waren es noch 14,8 Prozent.

Dazu erklärt die sozial- und gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Christine Klingohr:

„Nikotin steckt längst nicht mehr nur in der klassischen Zigarette. Es kommt in bunten Vapes, mit süßen Geschmacksrichtungen oder als nahezu unsichtbarer Nikotinbeutel daher. Was harmlos aussieht, kann schnell abhängig machen. Gerade junge Menschen müssen wissen, welche Risiken sich hinter diesen Produkten verbergen. Wir dürfen nicht zulassen, dass neue Verpackungen und Verkaufsstrategien die Gefahren von Nikotin verschleiern. Suchtmittel dürfen nicht nach Erdbeere, Stracciatella oder Melone schmecken und dabei aussehen wie eine Süßigkeit.

Wir fordern die Bundesregierung auf, die Nationale Strategie zur Drogen und Suchtpolitik zu aktualisieren. Denn der Jugendschutz muss bei diesen neuartigen Nikotinprodukten konsequent weiterentwickelt werden. Die Vermarktung von gezielt an Minderjährige gerichteten Produkten muss wirksam eingeschränkt werden. Dafür müssen bestehende Vertriebsverbote konsequent durchgesetzt werden.“

  • stellv. Fraktionsvorsitzende
  • Sprecherin für Senioren-, Sozialpolitik und Gesundheitspolitik
  • Finanzausschuss, Sozialausschuss