Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
02. September 2004

Arbeitsmarkt zeigt Licht und Schatten

Öffentliche Beschäftigungsförderung weiter notwendig – Arbeitsmarkt- und Strukturentwicklungsprogramm des Landes notwendiger denn je
Zu den neuesten Arbeitslosenzahlen für Mecklenburg-Vorpommern äußerte sich soeben der Sprecher für Arbeitsmarktpolitik der SPD-Landtagsfraktion, Klaus Mohr:„Die Zahl der Arbeitslosen ist im August zwar zurückgegangen, im Vorjahresvergleich ist sie jedoch gestiegen. Das zeigt, dass die konjunkturelle Erholung nicht so schnell kommt, wie von den Fachleuten erwartet.“, so Klaus Mohr. Der Landtagsabgeordnete bedauerte besonders die leichte Zunahme der arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren. Es sei politisch richtig, dass dieser Zielgruppe bei den Arbeitsmarktreformen des Bundes besondere Aufmerksamkeit gewidmet wird. „Zu berücksichtigen ist die Tatsache, dass im Vergleich zum Vorjahr 6.000 ABM- und SAM-Beschäftigte weniger zu verzeichnen sind. Ich meine: Wir brauchen auch weiterhin öffentliche Beschäftigungsförderung. Die Ausweitung der Eingliederungszuschüsse im ersten Arbeitsmarkt und die umfangreiche Existenzgründungsförderung sind nicht für alle Arbeitslosen das richtige Instrument.“ sagte Mohr.
Keine Entwarnung gibt es laut Mohr bei den Langzeitarbeitslosen. Ihr Anteil an allen Arbeitslosen betrage nach wie vor fast 45 Prozent. „Von zentraler Bedeutung ist deshalb, dass die von Hartz IV betroffenen Arbeitslosen schnell in eine für sie angemessene Arbeit vermittelt werden oder sich in einer für sie sinnvollen Maßnahme qualifizieren und weiterbilden können. Um dies zu erreichen, ist das Arbeitsmarkt- und Strukturent-wicklungsprogramm des Landes neben der Bundesarbeitsmarktpolitik notwendiger denn je!“, so Klaus Mohr abschließend.