Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
29. November 2017

Armut bedeutet nicht nur Einkommensarmut

Im Anschluss an die Anhörung im Sozialausschuss zum Thema „Armut und Reichtum in Mecklenburg-Vorpommern“ erklärt der sozialpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Jörg Heydorn:

 „Die Armut in Mecklenburg-Vorpommern ist in den vergangenen Jahren gesunken, während sie in der gesamten Bundesrepublik gestiegen ist. Das Armutsniveau ist in unserem Bundesland aber noch zu hoch und im Bundesvergleich überdurchschnittlich. Insbesondere Alleinerziehende und Erwerbslose sind von Armut betroffen.

Die Experten haben auch deutlich gemacht, dass Armut mehr bedeutet als Einkommensarmut. Ebenso wichtig wie ein geregeltes Einkommen sind der Zugang zu öffentlichen Einrichtungen wie Bibliotheken, Museen oder Schwimmhallen und die Möglichkeit einer umfassenden sozialen Teilhabe.“

Deshalb müssten Konzepte zur Armutsbekämpfung auch auf Gewerbeansiedlungen, gute Kitas und Schulen, öffentliche Begegnungseinrichtungen und nicht zuletzt auf eine gute Verkehrs- und Kommunikationsinfrastruktur abzielen, so der Sozialexperte.
Themen: #Soziales
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