Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
06. April 2016

Armut im Land sinkt, bleibt aber gesamtgesellschaftliche Daueraufgabe

Jörg Heydorn: Eine landesweite Sozialberichterstattung wird ohne Beteiligung der Kommunen das Armutsproblem nicht lösen

Heute wurde im Sozialausschuss der von der Arbeiterwohlfahrt Mecklenburg-Vorpommern in Auftrag gegebene Forschungsbericht „Aspekte der Armut in Mecklenburg-Vorpommern“ gemeinsam mit den Autoren Prof. Ulf Groth und André Knabe beraten. Dazu erklärt der sozialpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Jörg Heydorn:

„Das Land wird nicht nachlassen, die Armut zu bekämpfen. Es sind immer noch zu viele Menschen von Armut betroffen. Erfreulich ist aber, dass die Armut in M-V sinkt. Immer mehr Menschen finden Arbeit. Auch die Langzeitarbeitslosigkeit nimmt ab. Der Mindestlohn hat die Einkommen vieler Geringverdiener verbessert. Eine gute Kita-Versorgung erleichtert gerade Alleinerziehenden den Zugang zum Arbeitsmarkt. Das zeigt, dass es richtig ist, mit vielfältigen Maßnahmen die Armut zu bekämpfen. Diesen Weg werden wir konsequent fortsetzen.

Allerdings ist auch klar, dass das das Land nur gemeinsam mit dem Bund und den Kommunen die Armut erfolgreich bekämpfen kann. Gerade die Kommunen wissen, wo und was konkret getan werden muss. Und das unterscheidet sich in unserem Flächenland von Region zu Region erheblich. Deswegen wird eine landesweite Sozialberichterstattung ohne Beteiligung der Kommunen das Armutsproblem nicht lösen.“

  • Sprecher für Senioren- und Sozialpolitik
  • Wirtschaftsausschuss, Sozialausschuss