Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
13. Februar 2003

"Die Durchimpfungsrate wurde durch den Streit gefährdet."

Vorsorge besonders für Kinder und Jugendliche unerlässlich
Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion M-V, Dr. Norbert Nieszery, begrüßt die gestrige Beilegung des Impfstreites. Seit Wochen gab es Kontroversen zwischen Ersatzkassen und Kassenärzten.
"Impfungen werden wieder versichertenfreundlich durchgeführt: Sie finden für alle Beteiligten in geordneten finanziellen Bahnen statt. Das schafft Klarheit", so Nieszery.
Der so genannte Impfstreit wirkte sich in den letzten Wochen negativ auf die Volksgesundheit aus. Dies betraf insbesondere die Impfversorgung der Kinder. In einigen Praxen ist die Zahl der Impfungen zum Vorjahr um bis zu 20% zurückgegangen.
Nieszery: "Vor allem sozial schlechter gestellte Familien ist es schwer gefallen, Impfkosten zunächst selbst zu tragen, um sie dann von ihrer Krankenkassen zurückzufordern. Die Durchimpfungsrate wurde durch den Streit gefährdet."
Gerade in Ostdeutschland sei die Durchimpfungsrate relativ hoch. Diese resultiere noch aus DDR-Zeiten, denn hier bestand Impfpflicht. Noch scheine der Impfschutz auszureichen, und dies vermittle eine Sicherheit in der Bevölkerung.
Dr. Nieszery mahnt, dass regelmäßige Vorsorgeimpfungen unerlässlich seien und bittet insbesondere Eltern, dies zu bedenken. Nieszery verweist darauf, dass man auch auf Impfungen, die z.B. der öffentlichen Gesundheitsdienst anbietet, zurückgreifen könne.