Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
31. Mai 2006

Erfolgreiche Bilanz zum Kindertag: frühkindliche Bildung und Erziehung verbessert

Längeres gemeinsames Lernen eröffnet gleiche Bildungschancen für alle
Zum morgigen Kindertag zieht die Sprecherin für Kinder- und Jugendpolitik der SPD-Landtagsfraktion, Angelika Voland, eine positive Bilanz:
„Mit dem Kindertagesförderungsgesetz (KiföG) haben wir eine grundlegende Reform der frühkindlichen Bildung und Erziehung durchgesetzt. Damit ist es uns gelungen, neben dem guten Angebot an Betreuungsmöglichkeiten, die Qualität und Individualität der frühkindlichen Bildung und Erziehung insbesondere im Hinblick auf die Schulvorbereitung der Kinder entscheidend zu verbessern. Durch bessere Zusammenarbeit von Kindergarten und Grundschule wird der Übergang erleichtert. Das Kinderbetreuungssystem in Mecklenburg-Vorpommern gehört heute zu den besten in Deutschland“, so Voland.
Die SPD-Politikerin spricht sich für eine Fortsetzung der erfolgreichen sozialdemokratischen Kinder- und Familienpolitik aus. „Es ist unser Ziel, mittel- bis langfristig zu einer Abschaffung oder zumindest deutlichen Reduzierung der Elternbeiträge für Krippen und Kitas zu kommen. Hierbei haben wir vor allem Alleinerziehende sowie Familien mit mehr als einem Kind im Blick. Dieses Ziel ist aber nur schrittweise und nicht ohne Einbeziehung der Bundesebene zu erreichen“, betont Angelika Voland.
Eines der wichtigsten Ziele der SPD-Landtagsfraktion sei es, allen Kindern unabhängig von ihrer sozialen Herkunft gleiche Bildungschancen zu eröffnen. Ein Instrument dafür sei die Einführung des längeren gemeinsamen Lernens ab dem Schuljahr 2006/2007 auch in den Klassen 5 und 6 an den Regionalen Schulen, den Gesamtschulen und den anerkannten Sport- und Musikgymnasien.
Angelika Voland: „Dadurch soll in erster Linie ein Lernumfeld mit vielen Anregungen für alle Kinder geschaffen werden. Die individuelle Förderung sowohl für Begabungen als auch bei der Überwindung von Defiziten wird groß geschrieben. Der erfolgreiche Ausbau der Ganztagsschulen ist ein weiterer Schritt zur Verbesserung der Chancengleichheit unserer Kinder im Land. Wir verfügen inzwischen über 200 solche Einrichtungen. 2002 waren es nur 60.“
Angelika Voland verweist auf die bessere personelle Ausstattung. „Ganztagsschulen erhalten fast doppelt so viele Lehrerstunden wie bisher. Zudem wird durch das neue Schulgesetz die Selbstständigkeit von Schulen gestärkt. Mit diesen wichtigen Schritten eröffnen wir neue Freiräume für Schulen und erhöhen ihre Verantwortung für die individuelle Förderung unserer Kinder und Jugendlichen. Wir wollen unsere Schulen von Lernorten zu Lebensorten für unsere Kinder entwickeln. Wir stärken Kernkompetenzen und soziale Kompetenzen und wollen keinen zurücklassen“, so die Fraktionssprecherin für Kinder- und Jugendpolitik. Als wichtiges Anliegen bezeichnete sie die optimale Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund. „Hier müssen wir noch mehr tun. Die Vermittlung der deutschen Sprache steht hier für alle Kinder an erster Stelle“, sagt Voland.