Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
09. Mai 2005

Erinnerung an die Bücherverbrennung der Nationalsozialisten vor 72 Jahren

Offenheit im Umgang mit verschiedenen Meinungen Lehre aus der Vergangenheit
Zum 72. Jahrestag der Bücherverbrennung am 10. Mai 1933 erklärt der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Volker Schlotmann:
„Die Nationalsozialisten verbrannten in über 40 deutschen Städten, darunter auch in Mecklenburg-Vorpommern, am 10. Mai 1933 Bücher von Autoren wie Brecht, Tucholsky, Zweig, Kästner und vielen anderen. Die Bücherverbrennung war kein Akt von Spontaneität, Improvisation oder momentanem Sich-Auslassen. Sie war über zehn Jahre lang auf das sorgfältigste einstudiert und vorbereitet worden.“
„Die Erfahrungen aus der nationalsozialistischen Zeit lehren uns Offenheit im Umgang mit verschiedenen Meinungen und Ausdrucksformen. Nur durch den Gedankenaustausch, gerade auch mit anderen Kulturen in einer zunehmend vernetzten Welt, wird Verständigung möglich“, sagt Volker Schlotmann.
„Aufklärung, Humanismus, Toleranz, soziale Demokratie, friedliches Zusammenleben, Solidarität, gegenseitige Anerkennung und Respekt vor dem Andersdenkenden: Exakt das sind die Grundwerte und Grundpositionen der Sozialdemokratie in Deutschland und in Mecklenburg-Vorpommern. Genau wegen dieser Grundpositionen wurde die SPD von den Nazis verboten und verfolgt“, so der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion.
Schlotmann: „Erinnern heißt immer auch Lernen und Verstehen. Und Verhindern, dass sich Geschichte so wiederholt wie die Geschichte des Nationalsozialismus, der Intoleranz und des Ungeistes in Deutschland und in Mecklenburg-Vorpommern.“