Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
08. Dezember 2002

Gegen Industriefischerei

Dauerhafte Regelungen seitens der EU erforderlich
Die Koalitionsfraktionen werden in einem Antrag für die nächste Landtagssitzung die Landesregierung auffordern, sich im Bundesrat und bei der Europäischen Kommission im Rahmen einer gemeinsamen Initiative mit dem Land Schleswig-Holstein für ein Verbot der Industriefischerei, auch Gammelfischerei genannt, außerhalb der Küstengewässer M-V und der Deutschen Bucht einzusetzen.
Dazu die fischereipolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion M-V und Vorsitzende des Landwirtschaftsausschusses, Hannelore Monegel:
"Die Küstenfischereiordnung regelt zwar für die Küstengewässer in M-V ein Verbot der Industriefischerei. Dieses Verbot muss jedoch auf weitere Gebiete der Ostsee und der Deutschen Bucht ausgeweitet werden. Durch die Gammelfischerei werden nicht nur die für die Industriefischerei bevorzugten Fischarten, sondern auch Jungfischbestände von Konsumfischarten bedroht und das Ökosystem Meer als Ganzes beeinträchtigt." Die Gammelfischerei gelte als besonders umweltzerstörend, da dadurch die Nahrungsgrundlage für die Speisefische, wie Kabeljau und Hering, aber auch für Seevögel gefährdet werde.
Monegel: "Ziel muss es sein, dauerhafte Lösungen zu finden. Mit unserem Antrag betreten wir kein politisches Neuland. Unsere Forderung nach einem Verbot der Industriefischerei in den genannten Gewässern wurde bereits Anfang des Jahres von den zuständigen Fachsprechern der Fischereiverbände der norddeutschen Länder in Hamburg erhoben. Wir wollen der Landesregierung den Rücken stärken, sich im Schulterschluss mit Schleswig-Holstein einzubringen."