Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
26. Januar 2006

Hitzewarnsystem soll u. a. ältere Menschen vor gesundheitlichen Risiken durch hohe Temperaturen schützen

Konkrete Handlungsanweisungen für Alten-, Pflege- und Behindertenheime vorgeschlagen
Die SPD-Landtagsfraktion hat heute einen Antrag „Einrichtung eines Hitzewarnsystems“ in den Landtag eingebracht. Dazu erklärt der Sprecher für Sozialpolitik der SPD-Landtagsfraktion, Jörg Heydorn:
„Die hohe Zahl von Tagen mit Wärmebelastung führt in Hitzeperioden zu einem Anstieg von Todesfällen. Um insbesondere ältere Menschen vor gesundheitlichen Risiken durch extreme Temperaturen zu schützen, soll ein zweistufiges Hitzewarnsystem eingerichtet werden. In anderen Ländern, wie z. B. Hessen, ist dies bereits Realität.“
Mit dem Antrag, so Heydorn, werde die Landesregierung gebeten, in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Wetterdienst ein landesweites Hitzewarnsystem einzurichten. Dieses sehe konkrete Handlungsanweisungen für Alten-, Pflege- und Behindertenheime vor.
Details des zweistufigen Warnsystems erläutert Jörg Heydorn so: „Die 1. Stufe (ab 31 Grad gefühlter Temperatur) soll durch den Deutschen Wetterdienst ausgelöst werden, der diese Warnung an den medizinischen Dienst der Krankenkassen sowie an das Sozialministerium weitergibt, die dann alle Alten-, Pflege- und Behindertenheime in Mecklenburg-Vorpommern informieren. Mit dieser Warnung werden die Heime verpflichtet, einen Katalog von Schutzmaßnahmen durchzuführen. Diese werden von der Heimaufsicht überwacht.“
Dazu gehören nach Angaben von Heydorn u. a. die Überprüfung der Raumtemperatur, das Sicherstellen einer ausreichenden Flüssigkeitsaufnahme und die Überprüfung der Kleidung der Heimbewohner.
„Bei extremeren Wetterlagen soll die Warnstufe 2 (ab 38 Grad gefühlter Temperatur) ausgelöst werden. Diese umfasst die Schutzmaßnahmen der ersten Stufe sowie eine breite Information der Öffentlichkeit. In dieser Phase werden die Gesundheitsämter eingeschaltet, die dann Krankenhäuser, Ärzte und Rettungsdienste auf bestehende Gefahren aufmerksam machen und geeignete Maßnahmen vorschlagen“, sagt Jörg Heydorn.
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