Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
29. Januar 2014

Im südlichen Mecklenburg bleibt gutes und sinnvolles Verkehrsangebot bestehen

Jochen Schulte: Für schwach ausgelasteten Abschnitt zwischen Parchim und Malchow wird flexibles Bussystem eingerichtet

Nachdem der Landtag das Thema Mecklenburgische Südbahn bereits im vergangenen Oktober umfangreich debattiert hat, legte die Linksfraktion zur heutigen Sitzung erneut einen Antrag vor. Hierzu erklärt der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Jochen Schulte:

„Derzeit kostet die durchgehende Bahnverbindung zwischen Hagenow und Neustrelitz das Land 10,5 Millionen Euro im Jahr. An dieser Erkenntnis hat sich seit der letzten Landtags-Diskussion vor wenigen Wochen ebenso nichts geändert, wie an der Feststellung eines Gutachtens, dass ein auch nur annähernd wirtschaftlich vernünftiger Betrieb der Bahn auf der Gesamtstrecke nicht vertretbar ist. Insbesondere ist die Fahrgastauslastung im Bereich des Abschnitts zwischen Parchim und Malchow sehr gering.

Deshalb schlägt die Landesregierung ab 2015 ein neues kombiniertes Konzept vor mit der Schaffung eines flexiblen Bussystems zwischen Parchim und Malchow. Dabei wird Plau am See neu in das Streckennetz eingebunden. Von Hagenow nach Parchim sowie zwischen Malchow und Neustrelitz wird die Südbahn wie gewohnt verkehren.

Mit der Umsetzung des Bahn-Bus-Konzeptes bleibt ein gut funktionierendes und ökologisch sinnvolles Verkehrsangebot im südlichen Mecklenburg bestehen. Zudem ist eine Ersparnis von drei bis vier Millionen Euro zu erwarten, die dem SPNV an anderer Stelle zu Gute kommen werden.

Das Land hat die Aufgabe, die knappen vorhandenen finanziellen Mittel mit dem bestmöglichen Nutzen einzusetzen. Daher ist die Regierungskoalition bestrebt, die Verkehrsträger dort einzusetzen, wo sie ihre Vorteile ausspielen können. So wird die Bahn als Massentransportmittel da gestärkt, wo es bereits heute eine ganzjährlich hohe Auslastung gibt. Ansonsten ist es ökologisch und ökonomisch nicht sinnvoll, die Bahn zu nutzen. Dafür sind die Grundkosten und insbesondere der Energiebedarf zu hoch."

Jochen Schulte
Jochen Schulte
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