Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
18. Februar 2016

Kampagne gegen die wissenschaftliche Integrität von Dr. Till Backhaus

Dr. Norbert Nieszery: Humboldt-Universität hat Einhaltung wissenschaftlicher Standards bestätigt

Zu den heutigen Berichten in der Ostsee-Zeitung über die Dissertation von Dr. Till Backhaus erklärt der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Dr. Norbert Nieszery:

„Diese Kampagne richtet sich gegen die wissenschaftliche Integrität von Dr. Till Backhaus. Dreimal ist die Dissertation überprüft worden. Dreimal wurden keine relevanten Übereinstimmungen gefunden, die auf ein Plagiat hindeuten. Jetzt wenige Monate vor der Landtagswahl werden aus anonymer Quelle erneut Vorwürfe gegen die Doktorarbeit des Landwirtschaftsministers erhoben, denen in der Ostsee-Zeitung eine skandalumwitterte Plattform geboten wird. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Mein Verständnis von wissenschaftlichen Standards und seriösem Journalismus ist ein komplett anderes. So vertraue ich insbesondere der Einschätzung der Lebenswissenschaftlichen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Urteil der Wissenschaftler, die die Doktorarbeit von Dr. Till Backhaus umfassend überprüft und die Einhaltung wissenschaftlicher Vorschriften bestätigt haben. Es ist hanebüchen, dass anonym agierenden selbsternannten Plagiatsjägern mehr geglaubt wird als angesehenen wissenschaftlichen Experten. Hier sind sämtliche Maßstäbe verrutscht. Ich fordere deshalb die Geheimbündler auf, aus dem Schatten zu treten und sich mit offenem Visier mit der Humboldt-Universität auseinanderzusetzen.

Die kaum nachvollziehbare Auswahl von Dissertations-Überprüfungen selbsternannter Plagiatsjäger kann ich zudem aus eigener Erfahrung beurteilen. So habe ich meine Doktorarbeit im Jahr 2011 dem privaten ProfNet Institut für Internet-Marketing zukommen lassen. Dessen Leiter, Professor Uwe Kamenz, hatte öffentlichkeitswirksam angekündigt, die Doktorarbeiten der aktiven Politiker vollständig auf Plagiatsindizien überprüfen zu wollen. Seitdem habe ich trotz wiederholter Nachfragen weder eine Antwort bekommen, geschweige denn mein eingereichtes Exemplar der Dissertation zurückerhalten.“