Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
02. Februar 2005

Klaus Mohr, Sprecher für Arbeitsmarktpolitik der SPD-Landtagsfraktion: Hohe Arbeitslosigkeit in M-V auf Saison und veränderte Statistik zurückzuführen

Aktuelle Monatszahlen aussagekräftiger und ehrlicher/ Instrumente von Hartz IV ausschöpfen
Zu den neuesten Arbeitslosenzahlen für Mecklenburg-Vorpommern äußerte sich der Sprecher für Arbeitsmarktpolitik der SPD-Landtagsfraktion, Klaus Mohr:
„Die Erwerbslosenzahlen kommen für mich nicht überraschend. Es war leider absehbar, dass die Zahlen so hoch sein würden. Das hat zum einen saisonbedingte Gründe, denn wir haben in Mecklenburg-Vorpommern in den ersten Monaten eines Jahres immer eine höhere Arbeitslosigkeit zu verzeichnen als im Restjahr - insbesondere in den Bereichen Tourismus und Bau. Zum anderen kommt jetzt der statistische Effekt von Hartz IV voll zur Geltung. Erwerbsfähige Sozialhilfeempfänger werden jetzt erstmalig in der Statistik aufgenommen.“
Nach Angaben von Klaus Mohr ist die Statistik damit insgesamt aussagekräftiger und ehrlicher geworden. Hartz IV sei jetzt im Härtetest. „Das heißt, die Instrumente von Hartz IV müssen jetzt ausgeschöpft werden. Insbesondere muss das Potential an 1 € Jobs genutzt werden, um möglichst vielen Menschen eine Perspektive in gemeinnützigen Tätigkeiten zu geben“, sagte der SPD-Politiker.
Neben der Bundes- sei aber auch die Landesarbeitsmarktpolitik gefragt. Der Arbeitsminister habe rund 118 Millionen Euro für Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik in seinem Budget zur Verfügung. „Dieses Geld muss an der einen oder anderen Stelle noch besser und effizienter eingesetzt werden, um mehr Menschen in Mecklenburg-Vorpommern in Beschäftigung zu bringen“, so Klaus Mohr.