Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
20. Mai 2020

Lebensmittelproduktion darf nicht die Würde der Kreatur verletzen – weder des Tiers noch des Menschen

Elisabeth Aßman: Produzenten und Verbraucher müssen endlich umdenken

Anlässlich der Entscheidung des Bundeskabinetts, Werkverträge beim Schlachten und Verarbeiten von Fleisch zu verbieten, erklärt die agrarpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Elisabeth Aßmann:

„Die Entscheidung des Bundes begrüße ich ausdrücklich. Lange Zeit haben wir uns um die Würde des Tieres gekümmert. Es wurde höchste Zeit, sich auch um die Würde des Menschen zu kümmern, der die Nutztiere schlachtet und verarbeitet. Lohnsklaverei ist menschenunwürdig. Es ist in dieser Hinsicht gut, dass die Coronakrise diese in einigen der größten Schlacht- und Verarbeitungsbetriebe unakzeptablen Arbeits- und Lebensbedingungen der Menschen, die für uns Lebensmittel produzieren, aufgedeckt hat.

Ein Umdenken muss her: In der Wirtschaft, aber auch beim Verbraucher. Wer sich billig – damit meine ich nicht preiswert – ernähren will, unterstützt schlechte Haltungs- und Transportbedingungen der Tiere und schlechte Arbeits- und Lebensbedingungen der Beschäftigten. Diesen Kreislauf müssen wir durchbrechen. Heute wurde ein weiterer Schritt in diese Richtung getan und das ist gut so.“
  • Vorsitzende des Agrarausschusses
  • Sprecherin für Agrar-, Tierschutz-, Jagd- und Forstpolitik
  • Finanzausschuss, Agrarausschuss