Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
20. September 2004

Leid durch Kriege auf der Welt relativiert Probleme unserer Wohlstandsgesellschaft

Dank an deutsche Soldaten und Entwicklungshelfer in allen Krisenregionen der Welt
Der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Mecklenburg-Vorpommern, Volker Schlotmann, hat anlässlich des Weltfriedenstages am 21. September dazu aufgerufen, die aktuellen innenpolitischen Probleme Deutschlands in Relation zu den wirklich Existenz bedrohenden Sorgen der von Krieg betroffenen und bedrohten Menschen auf allen Kontinenten der Erde zu setzen. Keine Reform kann so dramatisch sein, wie die Angst um das eigene Leben und das der Angehörigen und insbesondere der Kinder.
Schlotmann verweist darauf, dass es lt. Universität Hamburg allein im Jahr 2003 über 40 Kriege bzw. bewaffnete Auseinandersetzungen gab, die täglich unzählige Opfer forderten. Auch wenn über die Hälfte der Kriege in Afrika und Asien ausgetragen würden, dürfe man sich auch in Europa nicht zurücklehnen. Schlotmann: „ Jeder Krieg hat auch unmittelbare Auswirkungen auf Deutschland, sei es durch neue Flüchtlingsströme, sei es durch abgebrochenen zwischenstaatlichen Beziehungen – politisch wie wirtschaftlich.“
Schlotmann sprach auch noch einmal allen deutschen Soldaten und Entwicklungshelfern, die an friedenssichernden Maßnahmen oder an Entwicklungshilfe – häufig unter Gefahr für ihr Leben – teilnehmen, seinen Dank aus. Präventivkriege im Rahmen der Terrorismusbekämpfung, wie die USA und Russland sie führen oder führen wollen, lehnt Schlotmann hingegen deutlich ab. Die Klarheit der Bundesregierung gegen eine Teilnahme am Irak-Krieg gehöre zu den wichtigsten außenpolitischen Entscheidungen der letzten Jahre.