Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
19. Februar 2015

Mindestlohn hilft gegen Armut

Jörg Heydorn: Armutsbekämpfung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe

Anlässlich des aktuellen Armutsberichts des Paritätischen Wohlfahrtsverbands erklärt der sozialpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Jörg Heydorn:

„Die Zahlen zeigen: der Anfang dieses Jahres auf Initiative der SPD eingeführte Mindestlohn war dringend notwendig! Nach dem aktuellen Armutsbericht ist die Armutsquote im Jahr 2014 in Mecklenburg-Vorpommern wieder leicht gestiegen. Betroffen sind vor allem Erwerbslose und Alleinerziehende. Aber auch die Kinder- und Altersarmut haben zugenommen. Vor diesem Hintergrund war es richtig und überfällig, den gesetzlichen Mindestlohn einzuführen. Dadurch werden allein in Mecklenburg-Vorpommern rund 72.500 Vollzeitbeschäftigte bessergestellt. Auch wird der Mindestlohn eine Lohnspirale nach oben in Gang setzen, sodass alle Beschäftigten davon profitieren. Wer voll arbeitet, muss von seinem Lohn leben und gleichzeitig für das Alter vorsorgen können.

Wahr ist aber auch, dass Armut durch den Mindestlohn allein nicht verhindert werden kann. Hier spielen weitere Faktoren eine Rolle. Zum Beispiel müssen für Alleinerziehende gute Kitas zur Verfügung stehen, damit sie überhaupt den Freiraum für Vollzeitarbeit haben. Deshalb ist es für die SPD-Fraktion nach wie vor wichtig, die Kita-Landschaft in Mecklenburg-Vorpommern weiter zu verbessern. Darüber hinaus muss sichergestellt sein, dass Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet haben, eine auskömmliche Rente bekommen. Das soll mit der solidarischen Lebensleistungsrente, die zwischen den Koalitionsfraktionen auf Bundesebene vereinbart wurde, gewährleistet sein. Armutsbekämpfung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die einen umfassenden Maßnahmenmix erfordert."

Themen: #Soziales #Arbeit
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