Der Welttag zur Verhütung des Ertrinkens (World Drowning Prevention Day) wird jährlich am 25. Juli begangen. Er wurde von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen, um weltweit auf die vermeidbaren Todesfälle durch Ertrinken aufmerksam zu machen. Im Jahr 2025 sind laut der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft DLRG mindestens 393 Menschen ertrunken. Umso wichtiger sei es, dass das Erfolgsprogramm des Landes „MV kann schwimmen“ auch in diesem Jahr weitergeht und kostenlose Schwimmkurse angeboten werden.
„Gerade in Mecklenburg-Vorpommern, mit seinen vielen Seen und der Ostseeküste, ist es extrem wichtig, dass alle Menschen gut schwimmen können. Das Programm ergänzt den schulischen Schwimmunterricht sinnvoll und erreicht Kinder, die sonst durchs Raster fallen würden. Unser Ziel ist klar: Wir wollen, dass jedes Kind sicher schwimmen kann. Gleichzeitig ist es entscheidend, dass die Kurse kostenfrei angeboten werden. Jedes Kind sollte schwimmen können, egal wie viel Geld die Eltern im Geldbeutel zur Verfügung haben“, sagt der sportpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Christian Brade.
Die zusätzlichen Schwimmkurse werden 2026 bereits im sechsten Jahr angeboten, um Defizite aufzuholen und Kinder, die im Rahmen des Sportunterrichts an keinem Schwimmkurs teilnehmen beziehungsweise den Schwimmkurs nicht erfolgreich beenden konnten oder Nichtschwimmer sind, zu sicheren Schwimmerinnen und Schwimmern zu machen. Die SPD-Fraktion begrüßt ausdrücklich, dass das Land das Programm trotz finanziell angespannter Lage fortgesetzt hat.
„Unser erfolgreiches Landesprogramm hat sich sogar zum Vorbild für die ganze Bundesrepublik entwickelt“, freut sich Brade. Künftig werde die Schwimmförderung nach dem Vorbild MV’s durch den Bund finanziert. So werden mehrere Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um das neue Modellvorhaben „Deutschland lernt Schwimmen“ umzusetzen. Der Haushaltsausschuss des Bundestages stellte hierfür von 2026 bis 2029 insgesamt 20 Millionen Euro bereit.
