Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
14. Juli 2005

Neue PISA-Studie bestätigt Weg der SPD-PDS-Koalition

Neues Schulgesetz gibt mit längerem gemeinsamen Lernen die richtige Antwort für die Zukunft
Zum Ergebnis des Ländervergleichs der PISA-Studie für Deutschland für das Jahr 2003 erklärt die Sprecherin für Schulpolitik der SPD-Landtagsfraktion, Heike Polzin:
„Die aktuelle Studie hat gezeigt, dass Mecklenburg-Vorpommern zugelegt hat. Gegenüber der Untersuchung aus dem Jahr 2000 hat sich unser Bundesland auf allen Gebieten verbessert. Das ist positiv, reicht aber nicht aus. Unser Ziel ist kein Mittelfeldplatz, sondern die Kinder und Jugendlichen sollen langfristig zu den besten Schülern Europas gehören.“Für Heike Polzin zeige die PISA-Studie, dass die SPD-PDS-Koalition die Weichen für die Zukunft richtig gestellt habe. „Auch die neue Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass im deutschen Schulwesen der Zusammenhang von sozialer Herkunft und dem Wissen und Können der Schüler noch immer stark ausgeprägt ist.“
Heike Polzin betonte, dass es der SPD-Landtagsfraktion darum gehe, Schule so zu entwickeln, dass alle Kinder nach ihren Fähigkeiten und Bedürfnissen ein hohes Leistungsniveau erreichen. Ebenso solle die Sozialkompetenz und die Selbständigkeit gefördert werden. „Dafür haben wir mit dem neuen Schulgesetz gerade neue Weichen gestellt. Wir wollen qualitativ hochwertigen Unterricht. Dafür erforderliche zusätzliche Mittel fließen unmittelbar in die Qualität von Schule“, sagte Heike Polzin.Die vorläufige Auswertung der neuen PISA-Studie lasse schon jetzt erkennen, dass dem Bereich der Vorschulerziehung größte Bedeutung zukomme. Heike Polzin: „Die Förderung der Kinder muss frühzeitig einsetzen. Dem haben wir mit dem Kindertagesförderungsgesetz Rechnung getragen. Dort wurden neue Rahmenbedingungen gesetzt, um die vorschulischen Bildungsangebote zu verbessern. Die PISA-Studie unterstreicht aber auch die Bedeutung der Ganztagsschulen. Mecklenburg-Vorpommern ist dort auf einem guten Weg. Ein weiterer Ausbau und eine inhaltliche Entwicklung sind unbedingt notwendig und werden forciert.“
Entscheidend für eine Qualitätssteigerung sei jedoch ebenso die Motivation von Kindern für Bildung. „Gerade die Lesekompetenz erwirbt niemand allein in der Schule. Familiäre Unterstützung ist genauso wichtig wie guter Unterricht. Bildung muss wieder einen höheren gesamtgesellschaftlichen Stellenwert bekommen“, forderte Heike Polzin.
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