Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
03. November 2015

Praktikable Lösung im Sinne der Studierenden an der FH Neubrandenburg

Susann Wippermann: Den zwölf Studienanfängern ohne Praktikum im Studiengang „Berufsschullehrer Sozialwesen“ entstehen keine Nachteile

Zur Kritik der schulpolitischen Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg, an der Ausbildung künftiger Berufsschullehrer/innen an der Fachhochschule Neubrandenburg erklärt die hochschulpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Susann Wippermann:

„Unser Land braucht dringend junge Berufsschullehrerinnen und -lehrer. Deshalb hat sich Bildungsminister Mathias Brodkorb umgehend nach seinem Amtsantritt dieser schwierigen Aufgabe gewidmet und gemeinsam mit den beteiligten Hochschulen unbürokratische Lösungen entwickelt. Dadurch konnte bereits zum Wintersemester 2013/14 der Studiengang ‚Berufsschullehrer Sozialwesen‘ an der Fachhochschule Neubrandenburg in Kooperation mit der Universität Rostock beginnen. Dies war nur so schnell möglich durch die großzügige Förderung des Landes in Höhe von 1,5 Millionen Euro.

Auch Frau Oldenburg sollte als schulpolitische Sprecherin ihrer Fraktion wissen, dass Hochschulen aus gutem Grund eine weitgehende Autonomie besitzen und keine Befehlsempfänger sind, die vom Bildungsministerium angewiesen werden können, einen bestimmten Studiengang von heute auf morgen zu eröffnen. So waren im Vorfeld der Einführung des kombinierten Bachelor/Masterstudiengang natürlich viele Gespräche und Beschlüsse mit der FH Neubrandenburg und der Uni Rostock notwendig.

Das Bildungsministerium prüft derzeit, wie es dazu kam, dass die zwölf Studierenden ohne einjähriges Praktikum zugelassen werden konnten. Frau Oldenburg sollte bekannt sein, dass für das Zulassungsverfahren grundsätzlich die Hochschule zuständig ist. Ihr Versuch aus dem derzeitigen Prüfungsvorgang eine Rechtsunsicherheit bei den Studierenden hervorzurufen, ist völlig unverantwortlich.

Minister Brodkorb hat in der Antwort zur Kleinen Anfrage 6/4562 gerade dargelegt, dass es eine geeignete Lösung im Sinne der Studierenden geben wird und sie damit ebenfalls den Bachelorabschluss erhalten können. Damit schafft der Minister das erforderliche Vertrauen. Dieses gründliche Vorgehen hilft den Studierenden und den Kitas im Land im Gegensatz zur Wehklage von Frau Oldenburg über angebliche Nachteile.“

  • stellv. Fraktionsvorsitzende
  • Sprecherin für Tourismuspolitik, Politische Bildung
  • Finanzausschuss; NSU-Untersuchungsausschuss