Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
03. November 2005

SPD-PDS-Koalition gibt mit 9. Schulgesetzänderung die richtigen Antworten auf neueste PISA-Studie

Längeres gemeinsames Lernen verbessert Chancengleichheit aller Kinder
Zum Ergebnis des Ländervergleichs der PISA-Studie für Deutschland für das Jahr 2003 erklärt die Sprecherin für Schulpolitik der SPD-Landtagsfraktion, Heike Polzin:
„Die aktuelle Studie hat gezeigt, dass wir mit der 9. Schulgesetzänderung auf dem richtigen Weg sind. Gegenüber der Untersuchung aus dem Jahr 2000 hat sich unser Bundesland auf den Gebieten Mathematik und Naturwissenschaften verbessert. Das ist positiv, reicht aber nicht aus.“
Entscheidend für eine weitere Qualitätssteigerung sei die Motivation von Kindern für Bildung. „Gerade die Lesekompetenz erwirbt niemand allein in der Schule. Familiäre Unterstützung ist genauso wichtig wie guter Unterricht. Bildung muss wieder einen höheren gesamtgesellschaftlichen Stellenwert bekommen“, fordert Heike Polzin.
Auch die neue Untersuchung komme zu dem Ergebnis, dass im deutschen Schulwesen der Zusammenhang von sozialer Herkunft und dem Wissen und Können der Schüler noch immer stark ausgeprägt sei. Heike Polzin: „Wir werden vom kommenden Schuljahr an das längere gemeinsame Lernen einführen und damit die Chancengleichheit aller Kinder verbessern. Es geht darum, Schule so zu entwickeln, dass alle Kinder nach ihren Fähigkeiten und Bedürfnissen ein hohes Leistungsniveau erreichen. Ebenso soll die Sozialkompetenz und die Selbständigkeit gefördert werden. Wir wollen qualitativ hochwertigen Unterricht. Dafür erforderliche zusätzliche Mittel fließen unmittelbar in die Qualität von Schule.“
Die Auswertung der neuen PISA-Studie zeige erneut, dass dem Bereich der Vorschulbildung größte Bedeutung zukomme. Heike Polzin: „Die Förderung der Kinder muss frühzeitig einsetzen. Dem haben wir mit dem Kindertagesförderungsgesetz Rechnung getragen. Dort wurden neue Rahmenbedingungen gesetzt, um die vorschulischen Bildungsangebote zu verbessern. Die PISA-Studie unterstreicht aber auch die Bedeutung der Ganztagsschulen. Mecklenburg-Vorpommern ist dort auf einem guten Weg. Inzwischen gibt es 197 davon. Ein weiterer Ausbau und eine inhaltliche Entwicklung sind unbedingt notwendig und werden forciert.“
Kontakt
  • Mitglied des Landtages von 1998 - 2016