Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
30. Mai 2005

SPD-Politiker gibt Rauchen am Weltnichtrauchertag auf

Vorbildfunktion wichtiger als Verbote jeglicher Art
Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Dr. Norbert Nieszery, selbst seit vielen Jahren Raucher, sieht im heutigen Weltnichtrauchertag einen guten Anlass, um dem Rauchen abzuschwören.
Alle 8 Sekunden sterbe ein Mensch an den direkten Folgen des Rauchens. Der Konsum von Tabak stelle heute weltweit die führende vermeidbare Todesursache dar. Experten seien sich einig darin, dass das Rauchen der bedeutendste Risikofaktor für die Gesundheit der Bevölkerung sei.
Dr. Norbert Nieszery: „Man kann als Politiker nicht die Gesellschaft auffordern, Vorbildfunktion zu übernehmen und dann diesen Weg nicht auch selbst beschreiten. Als Gesundheitspolitiker und Vater werde ich deshalb vom heutigen Tage an das Rauchen aufgeben“.
Wer bis zu seinem 21. Lebensjahr Nichtraucher sei, bleibe mit großer Wahrscheinlichkeit sein Leben lang rauchfrei. Dr. Nieszery ist der Auffassung, dass eine positive Vorbildfunktion weitaus mehr Wirkungen auf Kinder- und Jugendliche hat als Verbote jeglicher Art. Er fordere deshalb alle gesellschaftlichen Kräfte, Eltern, Erzieher, Lehrer und insbesondere seine Politikerkolleginnen und –kollegen auf, selbst mit dem Rauchen aufzuhören.
Natürlich spiele für Kinder und Jugendliche auch die Schule eine besondere Rolle. Wissenschaftliche Forschung zeige, dass Maßnahmen gegen das Rauchen in der Schule besonders wirksam seien. So betrage in jenen europäischen Schulen, die insgesamt rauchfrei seien, der Anteil der rauchenden Schüler nur einen Bruchteil des europäischen Durchschnitts.
Dr. Nieszery: „Schulkonferenzen, Medienvertreter, Vereine und Verbände der Gesundheitsförderung und der Suchtprävention sowie alle Verantwortungsträger sollten gemeinsam daraufhin hinwirken, die Schulen zu rauchfreien Zonen zu machen und Kinder und Jugendliche rauchfrei aufwachsen zu lassen.“