Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
03. August 2015

Tierschutz erhält in MV noch höhere Bedeutung

Katharina Feike: Neues Tierschutzkonzept ist gute Grundlage für gesamtgesellschaftliche Diskussion

Zur heutigen Vorstellung des Tierschutzkonzeptes für Mecklenburg-Vorpommern erklärt die tierschutzpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Katharina Feike:

„Der Tierschutz in unserem Land erhält mit dem von Agrarminister Dr. Till Backhaus vorgelegten Konzept eine noch höhere Bedeutung. Damit geht Mecklenburg-Vorpommern konsequent den Weg für mehr Tierschutz in der Landwirtschaft und im öffentlichen Bereich. Für die Nutztierhaltung werden konkrete Maßnahmen und Ziele festgelegt. Zudem sind ganz konkrete Tierschutzprojekte vorgesehen.

Besonders freue ich mich, dass in den kommenden beiden Jahren 1,5 Millionen Euro für die Sanierung der Tierheime zur Verfügung stehen. Damit wird die wichtige meist rein ehrenamtliche Arbeit der Tierheime gewürdigt und unterstützt.

In der Nutztierhaltung stehen Tiergesundheit, Haltungsbedingungen und die Unversehrtheit der Tiere im Mittelpunkt. So ist ausdrücklich vorgesehen, das Wohlbefinden der Tiere durch ständige Optimierung der Haltungsbedingungen und des Tierhaltungs-Managements zu fördern.

Damit wird deutlich, dass der Tierschutz für Nutztiere eine gesamtgesellschaftliche Daueraufgabe ist. Dazu gehören u.a. der weitestgehende Verzicht auf Eingriffe am Tier, die Verpflichtung der Landwirte auf betriebliche Eigenkontrollen und die Minimierung der Arzneimittelanwendung. Sehr positiv ist, dass es in MV ab dem Jahr 2018 keine Haltung von Legehennen mit gekürzten Schnäbeln mehr geben wird.

Mit diesen Verbesserungen ist eine gute Basis gelegt, die die Forderungen der Gesellschaft genauso berücksichtigt wie die Erkenntnisse der Tierhalter und der Wissenschaft. Dabei ist das Tierschutzkonzept nicht statisch, sondern wird insbesondere durch den Tierschutzbeirat ständig begleitet und weiterentwickelt. Darüber hinaus begrüße ich es sehr, dass sich die Landesregierung weiterhin an der Entwicklung möglichst bundeseinheitlicher Tierschutzindikatoren beteiligt.“