Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
11. Dezember 2014

Umfassende Maßnahmen zum Schutz des Grund- und Trinkwassers

Katharina Feike: Novelle der Düngemittelverordnung zur Bekämpfung erhöhter Nitratwerte

Der Landtag hat heute auf Antrag der Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen über die Nitratbelastung im Grundwasser debattiert. Hierzu erklärt die umweltpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Katharina Feike:

„Das Grund- und Trinkwasser in Mecklenburg-Vorpommern hat sich in den letzten 25 Jahren stetig verbessert und ist von hoher Qualität. Dennoch gibt es regional Probleme mit der Nitratbelastung des Grundwassers. So wurden im Jahr 2012 bei zwölf Prozent aller Messstellen in MV Grenzwertüberschreitungen festgestellt. Dies bedeutet aber nicht, dass die gültigen Grenzwerte im Trinkwasser der Wasserwerke überschritten werden, da das Grundwasser aufbereitet wird.

Ursachen für erhöhte Nitratwerte im Grundwasser sind die besonders intensive landwirtschaftliche Nutzung durch Düngung, die Bodengeologie, die Naturraumausstattung der Einzugsgebiete der Gewässer sowie die DDR-Altlasten.

Mit der Novelle der Düngeverordnung wird hier entgegengesteuert. So soll die Sperrzeit für die Stickstoffdüngung auf dem Ackerland um vier Wochen verlängert werden und die Herbstdüngung nur in wenigen Ausnahmefällen noch möglich sein. Zudem sollen die zulässigen Nährstoffüberschüsse beim Stickstoff von derzeit 60 kg/ha auf 40/50 kg/ha abgesenkt werden. Schließlich wird es künftig verbindliche konkrete Vorgaben bezüglich der Dosiergenauigkeit von Ausbringungstechnik und Lagerkapazität geben.

Auf das Problem hat aber auch die Landesregierung reagiert. Es wurden zwei Arbeitsgruppen "Diffuse Nährstoffeinträge" und "WRRL und Landwirtschaft" eingerichtet. Hier wird nach Lösungen gesucht, wie Fließgewässer und das Grundwasser von Schadstoffeinträgen entlastet werden können."

Dieses Maßnahmen machen deutlich, dass sich Bund und Land in konsequenter und vorbildlicher Weise der Problematik erhöhter Nitratbelastung stellt."