Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
05. März 2015

Verbraucher haben Recht auf Transparenz über Herkunft von Fleischprodukten

Katharina Feike/ Thomas Krüger: Europaweite gesetzliche Regelung ist überfällig

Für die EU-weite verpflichtende Herkunftsverzeichnung von Fleischprodukten sprechen sich die verbraucherpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Katharina Feike und der agrarpolitische Sprecher Thomas Krüger aus:

Katharina Feike:
„Der Pferdefleisch-Skandal im Jahr 2013 hat gezeigt, wie wichtig es ist, verlässliche Informationen über die Herkunft von Fleisch in Fertiggerichten und anderen Produkten zu bekommen. Laut Studie der EU-Kommission wollen über 90 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher wissen, wo das Fleisch herkommt, das in Ravioli, Lasagne oder Würstchen steckt.

Die Konsumentinnen und Konsumenten haben ein Recht auf Transparenz, was die Erzeugung von Lebensmittel anbelangt. Deshalb muss die EU-Kommission endlich ein Gesetz vorlegen, dass die Hersteller zu einer Herkunftskennzeichnung von Fleischprodukten verpflichtet."

Thomas Krüger:
„Die Herkunftskennzeichnung ermöglicht es, bewusste Kaufentscheidungen zu treffen, also z.B. Fleischprodukte mit kurzen Transportwegen solchen mit langen Lieferwegen vorzuziehen.

Eine gesetzliche Regelung ist überfällig. So hat zuletzt das EU-Parlament im Februar die EU-Kommission aufgefordert, ein Gesetz vorzulegen, das der Industrie eine solche Kennzeichnung vorschreibt. Diese Resolution begrüßt die SPD-Landtagsfraktion ausdrücklich. Sie entspricht auch der Vereinbarung im Koalitionsvertrag des Bundes. Auch Deutschland muss sich daher bei der EU Kommission massiv für mehr Klarheit auf dem Etikett einsetzen.

Mehr Transparenz bedeutet auch mehr Lebensmittelsicherheit. Denn durch die verpflichtende Herkunftskennzeichnung muss die Wirtschaft auch für einwandfrei funktionierende Rückverfolgbarkeitssysteme sorgen."