Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
04. Oktober 2004

Volker Schlotmann, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion, Heike Polzin, schulpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion M-V: Dank an Engagement und Opferbereitschaft der Lehrer

SPD-Bildungspolitik mit Lehrerpersonalkonzept und Schulentwicklungsplanung alternativlos - Lehrerberuf attraktiver machen
Die schulpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Heike Polzin, hat anlässlich des bevorstehenden Weltlehrertages daran erinnert, dass nach dem radikalen Übergang vom DDR- zum bundesdeutschen Bildungssystem inzwischen 15 Jahre wechselvolle Schulpolitik hinter den Pädagogen des Landes liegen. „Diese Jahre haben spürbare Wirkungen bei allen Betroffenen hinterlassen - Verunsicherungen, Umsetzungsschwierigkeiten und persönliche Neuorientierungen. Das hat jede Menge Kraft gekostet“, sagte Heike Polzin.
Nach Polzins Ansicht steht die Bildungspolitik in M-V immer wieder vor der Herausforderung, die inhaltliche und strukturelle Gestaltung der Schullandschaft mit den sich verändernden Schülerzahlen und den Bedingungen eines Flächenlandes in Einklang zu bringen. Gleichzeitig müssten Schulstandorte und vorhandenes Lehrerpersonal mit den Erfordernissen an ein modernes zukunftsfähiges Bildungssystem koordiniert werden. Die sozialdemokratische Bildungspolitik habe dafür mit dem Lehrerpersonalkonzept und der Schulentwicklungsplanung alternativlose Instrumente geschaffen. Polzin räumte ein, dass diese auch Verwerfungen mit sich brachten und persönliche Opfer forderten. Den Lehrern möchte die SPD-Politikerin deshalb „für ihr Engagement im Interesse unserer Kinder danken“.
Der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Volker Schlotmann, ergänzt: Die dringend erforderliche Kontinuität für Schulen könne jedoch nur auf Basis zukunftssicherer und mutiger Schulentwicklungs-entscheidungen erreicht werden. Dazu hätten die Ergebnisse aus PISA-, IGLU- und OECD-Studie den nötigen Rückenwind gegeben. Aber auch Stoff zum Nachdenken: „Die Finnen, das hat uns Pisa gezeigt, lieben ihre Lehrer. Und die Pädagogen machen ihren Job gerne, obwohl sie ein gutes Drittel weniger verdienen als ihre deutschen Kollegen. Das hat auch mit der gesellschaftlichen Unterstützung der Lehrer in Finnland zu tun. Da können wir von unseren nördlichen Nachbarn durchaus noch lernen.“
„Im Rahmen des Konzeptes „Gute Schule“ wollen wir ein Schulnetz entwickeln, das sinnvolle pädagogische Schulgrößen mit regionaler Identität verbindet. Wir setzen weiter auf den Ausbau des Ganztagsschulsystems und werden die Bundesförderung für unser Land in Höhe von 93,7 Mio. € bis 2007 voll ausschöpfen“, sagte Heike Polzin. „Mit länderübergreifenden Bildungsstandards bei gleichzeitiger Flexibilisierung durch mehr Profilbildung und Eigenverantwortung von Schule fördern wir Eigeninitiative und Engagement. Lehren, Lernen und Erziehen können nur in einer Atmosphäre von Achtung und Anerkennung, Offenheit und Leistungsmotivation zu Erfolg und Zufriedenheit auf allen Seiten führen. Dazu brauchen wir Arbeitsplätze mit Beschäftigungsgarantie und Lehrkräfte, die in ihrer Schule verwurzelt sind. Tragen wir von allen Seiten dazu bei, dass die Attraktivität des Lehrerberufs und unseres Bildungssystems wieder wachsen!“, so Heike Polzin.
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