Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
26. September 2004

Volker Schlotmann, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion: Tourismus bleibt eines unserer wichtigsten Standbeine

Weiter an Verbesserungen arbeiten/ Gesundheitswirtschaft strategischer Wachstumskern für die Landesentwicklung
„Der Tourismus ist für ein strukturschwaches Land wie Mecklenburg-Vorpommern von herausragender Bedeutung. Die Anstrengungen in diesem Bereich haben sich ausgezahlt. Der Tourismus ist eine Erfolgsgeschichte in Mecklenburg-Vorpommern und soll es auch bleiben.“ Und der Fraktionsvorsitzende fügt hinzu: „Wir werden uns allerdings daran gewöhnen müssen, dass die Zuwachsraten nicht mehr so hoch sein werden wie in den vergangenen Jahren. Das hat einen einfachen Grund: Je besser wir sind, desto schwerer wird jedes Prozent Zuwachs.“
In diesem Jahr sei das bereits zu spüren gewesen. 2004 werde nicht so erfolgreich sein wie das Jahr 2003, das sei jetzt schon absehbar. „Ich nehme dies ernst, warne aber vor Panikmache. Das touristische Potenzial von Mecklenburg-Vorpommern ist noch lange nicht ausgeschöpft. Erfolge müssen jetzt noch härter erkämpft werden“, sagte Volker Schlotmann.
Von den einzelnen Segmenten des Tourismus ist nach Ansicht des Fraktionsvorsitzenden der Gesundheitstourismus am chancenreichsten. Dafür gebe es hervorragende Ausgangsbedingungen: Reizvolle Landschaften, saubere Luft, intakte Natur, eine leistungsfähige medizinische Infrastruktur und nicht zuletzt moderne touristische Einrichtungen.
Schlotmann sieht die Gesundheitswirtschaft deshalb als einen strategischen Wachstumskern für die Landesentwicklung. „Dazu gehört auch, dass sich erfolgreiche Einzelbereiche wie Tourismus und Ernährungswirtschaft, aber auch andere Segmente aus der Medizin, der Umwelt- und Energietechnik in der Gesundheitswirtschaft ergänzen. Politik, die auf Wachstumskerne setzt, ist aber nur dann erfolgreich, wenn die verschiedenen Akteure aktiv und konzentriert mitarbeiten und es zu Netzwerken wie beim BioCon Valley kommt“, sagte Schlotmann.
Diese gelte es zu unterstützen, denn Wachstumsimpulse würden mehr und mehr gerade durch Brückenschläge zu Nachbarsektoren ausgelöst. „Deshalb wurde auf Initiative der SPD ein ‚Koordinationsbüro Gesundheitswirtschaft’ eingerichtet, das bei der BioCon Valley GmbH angesiedelt ist. Hierfür und für zukunftsorientierte Projekte haben wir 1,5 Millionen Euro aus dem Zukunftsfonds zur Verfügung gestellt“, sagte Schlotmann.