Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
04. August 2016

Bundesweiter Masterplan für den Stromnetzausbau notwendig

Dr. Norbert Nieszery: Konsequenter Ausbau der Erneuerbaren Energien zahlt sich für M-V aus

Mecklenburg-Vorpommern war im Jahr 2014 das Bundesland mit dem höchsten Anteil Erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung. Hierzu erklärt der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Dr. Norbert Nieszery:

„Wir segeln vor dem Wind. Weit vor der Reaktorkatastrophe in Fukushima 2011 haben wir die Weichen für den konsequenten Ausbau der Erneuerbaren Energien in Mecklenburg-Vorpommern gestellt. Das zahlt sich aus. Mittlerweile besteht der bei uns erzeugte Strom zu über 63 Prozent aus Ökostrom (2014). Diese Quote dürfte sich im letzten Jahr noch einmal erhöht haben.

Wir haben trotz allem einen Ausbau mit Augenmaß vorgenommen. Vorgetragene Bedenken von Bürgern und Gemeinden sind abgewogen worden und wir haben stets ein vernünftiges Planungs- und Beteiligungsverfahren durchgeführt. Mit dem Beteiligungsgesetz sorgen wir bundesweit erstmalig dafür, dass betroffene Gemeinden und Bürger an den Gewinnen von Windkraftanlagen an Land beteiligt werden müssen.

Die SPD-geführte Landesregierung hat die Energiewende immer auch als große wirtschaftspolitische Chance für unser Land gesehen und entsprechend gehandelt. Ich bin stolz darauf, dass mittlerweile rund 15.000 Jobs in M-V im Bereich der regenerativen Energien entstanden sind. Auch hier ist die Tendenz steigend.

Für die erfolgreiche weitere Gestaltung der Energiewende muss jetzt schleunigst der Ausbau des Stromnetzes forciert werden, um den Strom aus dem windreichen Norden in die industriellen Kerne im Westen und Süden Deutschlands transportieren zu können. Ich erwarte deshalb von der Bundesregierung, umgehend einen Masterplan für den Trassenausbau vorzulegen. Wenn der Strom nicht zu den Industrieunternehmen kommt, müssen ansonsten die Industrieunternehmen zum Strom kommen. Wir werden jedenfalls zügig und unbürokratisch Flächen ausweisen, um stromintensive Firmen nach Mecklenburg-Vorpommern zu holen.“