Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
12. Mai 2015

Energiewende ist Jobmotor für MV

Enormes Wertschöpfungs- und Beschäftigungspotential vor allem im Bereich der Windkraft

Die IG Metall Küste und der Bundesverband WindEnergie haben heute vor der Landespressekonferenz auf die hohe industrie- und arbeitsmarktpolitische Bedeutung der Windkraft für Mecklenburg-Vorpommern hingewiesen. Dazu erklärt der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Dr. Norbert Nieszery:

„In der Diskussion über den Ausbau der Windkraft sind die Arbeitsmarkt- und Wertschöpfungspotentiale der Erneuerbaren Energien für Mecklenburg-Vorpommern bisher viel zu wenig beachtet worden. Deshalb freue ich mich über die Initiative der Gewerkschaften und des Bundesverbandes.

Die Auswirkungen für Wirtschaft und Arbeitsplätze sind bereits jetzt enorm, wie eine aktuelle Studie des Hanseatic Institute for Entrepreneurship and Regional Development (HIE-RO) an der Universität Rostock zeigt. So arbeiten schon heute rund 13.700 Beschäftige im Bereich der Erneuerbaren Energien und erwirtschaften in Mecklenburg-Vorpommern einen Umsatz von jährlich etwa 3,7 Milliarden Euro Umsatz. Die Energiewende ist also ein Jobmotor für unser Land.

Sehr positiv ist zudem, dass in der Windkraftbranche weit überwiegend gut bezahlte Jobs entstehen mit deutlich über dem Landesdurchschnitt liegenden Bruttojahreslöhne zwischen 30.000 und 35.000 Euro bzw. über 35.000 Euro (Landesschnitt: ca. 25.000 Euro). Zudem sind etwa Dreiviertel der Unternehmen im Export aktiv. D.h. die Arbeitsplatz- und Wertschöpfungspotentiale sind längst nicht auf unser Land begrenzt. Insbesondere die hiesigen Hersteller von Windkraftanlagen und deren Komponenten profitieren von der zunehmenden überregionalen und weltweiten Nachfrage.

Im Bereich Offshore-Windkraft ist die von IG Metall und dem Bundesverband WindEnergie geäußerte Kritik nicht gerechtfertigt. Denn auch hier ergreift die Landesregierung sehr entschlossen, die sich ergebenden Chancen. Mit den jetzt ausgewiesenen Gebieten in der Ostsee erreichen wir die vereinbarten Ausbauziele des Bundes. Es nützt Niemanden, darüber hinaus auf offenem Meer Windmühlen zu errichten, deren Strom nicht transportiert werden kann. Wenn diese Fragen in einigen Jahren geklärt sind, wird eine neue Planungsphase beginnen. Zudem haben Landesregierung und Koalitionsfraktionen immer betont, dass wir die Beteiligung ernst nehmen, begründeten Einwänden folgen und ergebnisoffen abwägen werden. Die Hinweise zur Sicherheit der Schifffahrt, zu begründeten Einwänden des Tourismus und zum Natur- und Umweltschutz haben zur Konkretisierung der Offshore-Planungen geführt. Genau dieser Ausbau mit Augenmaß ist wichtig für die Akzeptanz der Bevölkerung und damit für das Gelingen der Energiewende."