Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
07. November 2014

Enquete-Kommission informierte sich über kommunale Initiativen zum demographischen Wandel

Jörg Heydorn: Land will Städte und Gemeinden bei Zukunftsgestaltung unterstützen

In der heutigen Sitzung der Enquete-Kommission „Älter werden in Mecklenburg-Vorpommern" berichteten zwei Experten über den Umgang mit dem demographischen Wandel auf kommunaler Ebene. Susanne Tatje ist Demographiebeauftragte der Stadt Bielefeld und Anna-Dorothea Werner informierte über die Einführung von Dorfkümmerern in Brandenburg. Hierzu erklärt Jörg Heydorn Sprecher der SPD-Fraktion für Senioren- und Sozialpolitik und Vorsitzender der Enquete-Kommission:

„Viele Weichen zur Gestaltung des demographischen Wandels in den Gemeinden werden vor Ort gestellt. Wir als Landespolitiker möchten aber Rahmenbedingungen schaffen, um die kommunalen Akteure bei dieser Aufgabe zu unterstützen. Daher haben wir heute Fachleute aus anderen Bundesländern eingeladen, um uns Möglichkeiten aufzeigen zu lassen, wie Städte und Gemeinden mit den Herausforderungen, die aus der alternden Gesellschaft erwachsen, umgehen können.

Die Demographiebeauftragte der Stadt Bielefeld hat unter anderem den Demographiestempel entwickelt. Anhand eines Kriterienkataloges werden Planungen der Verwaltung auf Demographiefestigkeit überprüft. Dieses Prinzip muss auch in Mecklenburg-Vorpommern für Projekte in den Kommunen und natürlich auch für Vorhaben der Landesregierung gelten.

Die Enquete-Kommission empfiehlt in ihrem Zwischenbericht die Einführung eines Quartiers- Stadt- und Dorfmanagements. Schon jetzt bündeln und vernetzen Quartiersmanager in Vierteln, die durch das Programm „Soziale Stadt" gefördert werden, erfolgreich einzelne Initiativen und Akteure. Gerade in den Dörfern in strukturschwachen Räumen wird die Qualität des Zusammenlebens in Zukunft verstärkt von der Eigeninitiative der Dorfbewohner abhängen. Die Dorfkümmerer in Brandenburg, die uns heute vorgestellt wurden, unterstützen dieses Engagement.

Ob solche Instrumente auch für unser Bundesland beispielgebend sind und wie das Land die Gemeinden bei ihrer Umsetzung unterstützen kann, wird die Enquete-Kommission nunmehr beraten."

Hintergrund:
Die Enquete-Kommission „Älter werden in Mecklenburg-Vorpommern" wurde vom Landtag eingesetzt, um politische Maßnahmen zur Anpassung an die älter werdende Gesellschaft zu empfehlen. Sie setzt sich aus elf Mitgliedern des Landtages und zehn externen Fachleuten zusammen und tagt öffentlich. In den sechs Themenfeldern „Wohnen im Alter", „Alter und Gesundheit/Pflege", „Mobilität im Alter", „Bildung/Arbeit", Bürgerschaftliches Engagement/Gesellschaftliche Teilhabe" und „Infrastruktur" erarbeitet die Kommission auf Grundlage von wissenschaftlichen Gutachten und im Dialog mit den zuständigen Ministerien und Experten aus der Praxis Vorschläge für eine zukunftsfeste Seniorenpolitik.

Kontakt
  • Sprecher für Senioren- und Sozialpolitik
  • Wirtschaftsausschuss, Sozialausschuss