Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
07. Januar 2015

Erneuerbare Energien haben enormes Arbeitsplatzpotential für MV

Jochen Schulte: Neue Jobs und gute Verdienstmöglichkeiten für Unternehmen tragen zur Akzeptanzsteigerung bei

Die SPD-Landtagsfraktion hat sich im Rahmen ihrer Klausurtagung mit dem weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien beschäftigt. Dabei stellten Wissenschaftler des Hanseatic Institute for Entrepreneurship and Regional Development (HIE-RO) an der Universität Rostock erste Ergebnisse einer von der Fraktion in Auftrag gegebenen Studie vor. Hierzu erklärt der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Jochen Schulte:

„Im Ausbau der Erneuerbaren Energien liegt eine einmalige wirtschaftspolitische Chance für unser Land. Bereits jetzt sind die Wertschöpfungspotentiale und Beschäftigungseffekte beachtlich. So belegen aktuelle Studien, dass der Anteil der Unternehmen in MV, die in der Erneuerbaren-Energien-Branche tätig sind, nach Schleswig-Holstein der zweithöchste ist. Und auch mit 23,2 Arbeitsplätzen in der Erneuerbaren-Branche pro 1.000 Arbeitnehmern belegt MV im Vergleich aller Bundesländer einen hervorragenden zweiten Platz.

Um genau hier für unser Land eine noch bessere Datenbasis zu erhalten, hat die SPD-Fraktion eine Analyse bei der HIE-RO in Auftrag gegeben, die konkrete Aussagen zu Beschäftigungspotentialen und zur Wertschöpfung im Bereich der Erneuerbaren Energien macht. Diese spezifische und für ein Bundesland einmalige Studie wird in Kürze komplett vorliegen.

Wir sind uns sicher, dass neu geschaffene Arbeitsplätze und gute Verdienstmöglichkeiten für Unternehmen aus MV ebenso zur Steigerung der Akzeptanz vor Ort für die Energiewende beitragen, wie eine finanzielle Beteiligung der betroffenen Anwohner und Kommunen oder sinkende Strompreise.

Klar ist, dass durch die finanzielle Teilhabe und eine breite Bürgerbeteiligung bei der Ausweisung neuer Windparks nicht jeder Protest aufgelöst werden kann. Bei den vorgetragenen Bedenken wird die Landesregierung aber das Für und Wider vernünftig abwägen und die Betroffenen einbeziehen. Am grundsätzlichen politischen Willen, die Erneuerbaren Energien weiter konsequent auszubauen, werden wir aber nicht rütteln."

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