Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
24. September 2015

FC Hansa bekommt seine Chaoten nicht in den Griff

Dr. Norbert Nieszery: Gewalttäter und Verein müssen für Kosten der Polizeieinsätze herangezogen werden

Zu den erneuten Ausschreitungen beim FC Hansa Rostock erklärt der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Dr. Norbert Nieszery:

„Der Verein bekommt seine Chaoten nicht in den Griff. Das ist ohne Wenn und Aber die Erkenntnis des gestrigen Tages. Nach den brutalen und organisierten Angriffen auf Polizeibeamte, auf gegnerische Fans, auf Sonderzüge und auf das Polizeizentrum können wir deshalb nicht zur Tagesordnung übergehen.

Die neuerlichen Ausschreitungen müssen Folgen haben. Meine Fraktion erwartet deshalb von der Vereinsführung in kürzester Zeit ein konkretes Maßnahmenprogramm. Dabei muss es um weitere bundesweite Stadionverbote für identifizierte gewaltbereite Hansa-Anhänger, die Sperrung der Südtribüne, die uneingeschränkte Zusammenarbeit mit der Polizei und eine Verstärkung des vereinseigenen Ordnungsdienstes gehen.

Zudem wiederhole ich meine Forderung, das Thema Bezahlung der Polizeieinsätze bei Risikospielen auf die politische Tagesordnung zu setzen. Es kann nicht sein, dass der normale Steuerzahler für die Gewaltexzesse von Fußball-Hooligans zahlen muss. 1.300 Polizisten waren gestern im Einsatz. Mindestens so viele werden übernächstes Wochenende beim Spiel gegen Dynamo Dresden notwendig sein. Wer, wie heute der CDU-Abgeordnete Michael Silkeit nach mehr Polizei ruft, muss sich für eine andere Kostenaufteilung aussprechen.

In erster Linie sollten dabei die identifizierten Gewalttäter nicht nur strafrechtlich belangt werden, sondern auch die Rechnung für die angerichteten Schäden und die Polizeikosten erhalten. Darüber hinaus müssen wir aber auch über eine Kostenbeteiligung der Profivereine für die Polizeieinsätze reden. Der FC Hansa trägt Verantwortung für sein gewaltbereites Umfeld.“