Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
09. Juni 2021

Immer eine gute Idee, Kinder und Jugendliche mit Wertschätzung zu stärken

Die Schulen in Mecklenburg-Vorpommern haben heute eine Vorlage für ein Zertifikat von der obersten Schulaufsicht erhalten. Dieses Zertifikat können die Schulen von den Klassenleiterinnen und Klassenleitern unterschreiben lassen und anschließend an die Schülerinnen und Schüler zusammen mit den Zeugnissen überreichen. Dazu erklärt Andreas Butzki, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommern: 

„Hier wird eine Posse inszeniert um eine wirklich schöne und wertschätzende Idee. Denn die Mail mit der Zertifikatsvorlage für die Schulen ist nicht mehr und nicht weniger. Corona und die Einschränkungen haben von uns allen und somit auch von Kindern und Jugendlichen enorm viel abverlangt. Darum muss es doch möglich sein, auch mal Anerkennung zu zollen – und zwar den Schülerinnen und Schülern. Das ist Wertschätzung, das ist Anerkennung, das ist auch Gesehen werden. Und das ist Fingerspitzengefühl. Dieses wiederum spreche ich einigen hämischen Kommentatoren bei diesem Thema völlig ab. Denn bei so mancher Äußerung fühle ich mich wirklich peinlich berührt. Für einige Kinder und Jugendliche sind auch einfache Aufgaben wie das ‚Üben vom Lernen am Computer‘ schwierig. Für fast alle Kinder und Jugendlichen ist es schwer gewesen, durch die weggefallenen täglichen Schulrituale den Alltag gut und vor allem ohne Probleme zu strukturieren. Genau darum ist es eine gute Idee, dass diesen Kindern und Jugendlichen jetzt auch mal gesagt wird, dass sie das gut gemacht haben, dass sie das ‚Aufbringen von Kraft zur Gestaltung des Alltags‘ hinbekommen haben. Diese Wertschätzung und Anerkennung ist nämlich genau das Gegenteil von ‚einerseits wertlos, andererseits aber auch, wie eine Verhöhnung der Schülerinnen und Schüler‘. Sie ist sage und schreibe ein wertvolles Dankeschön dessen, was es ist, sage und schreibe eine gigantische Leistung für Kinder und Jugendlichen, die vielleicht fast den Anschluss verloren hatten. Ich freue mich, dass unsere Bildungsministerin für diese Idee der Wertschätzung den guten Anstoß in ihrem Haus gewagt hat. Das zeugt von gutem Fingerspitzengefühl und wertvollem Einfühlungsvermögen trotz aller sonstigen Hektik im politischen und ministerialen Alltag.“
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