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08. November 2018

Peene-Werft braucht Hilfe – Bund ist in der Pflicht

Die Peene-Werft in Wolgast hat den Bau von Patrouillenbooten für Saudi Arabien eingestellt.
Für die Mitarbeiter des Betriebes bedeutet das nun Kurzarbeit. Dazu erklärt der wirtschaftspolitische Sprecher er SPD-Landtagsfraktion Jochen Schulte:

 „Für die Mitarbeiter der Peene-Werft ist die aktuelle Situation ein schwerer Schlag. Leider war mit genau dieser fatalen Entwicklung zu rechnen. Jetzt geht es darum, so schnell wie möglich neue Beschäftigung für die Schiffbauer zu finden. Das ist zum einen die Aufgabe des Eigentümers, zum anderen ist aber auch die Bundesregierung in der Pflicht. Öffentliche Aufträge müssen nach Wolgast geleitet werden. Die Werft und ihre Beschäftigten haben sich in der Vergangenheit einen hervorragenden Ruf für ihre Spezialisierung auf den Marine- und Behördenschiffbau erarbeitet. Das muss nun auch Früchte tragen. Als erstes müssen als Übergangslösung Reparaturaufträge der deutschen Marine an die Werft ausgelöst werden. Weiter muss die Bundesregierung endlich den deutschen Überwasser-Marineschiffbau zur Schlüsseltechnologie erklären, damit Aufträge an unsere Werften ausgelöst werden können - ohne europäische Ausschreibung. Dies ist die entscheidende Lehre aus der Geschichte: Wer verhindern will, dass unsere Werften Schiffe für Diktaturen und menschenverachtende Regime bauen, der muss dafür sorgen, dass die deutsche Marine ihre Schiffe bei deutschen Werften bestellen kann.“
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