Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
25. Januar 2016

SPD-Landtagsabgeordnete besuchten Peene-Werft in Wolgast

Jochen Schulte: Hilfen der Landesregierung haben Überleben der Werft gesichert

Der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Jochen Schulte und die Abgeordnete Katharina Feike (Ostvorpommern) besuchten heute die Peene-Werft in Wolgast. Dort trafen sie mit Managing Director Ferdinand Mühlens, den technischen Geschäftsführer Harald Jaekel sowie Betriebsrat Jürgen Popp zusammen, um sich ein aktuelles Bild über die Werft nach der Insolvenz im Jahr 2012 zu machen.

„Die Werft beschäftigt derzeit 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist damit einer der wichtigsten Arbeitgeber der Region. Besonders erfreulich ist, dass 20 -30 Auszubildende auf dem Werftgelände in die Lehre gehen, die im Anschluss auch an anderen Standorten eingesetzt werden. Auch eine junge Frau aus der Region ist unter den angehenden Schiffsbauern. Dennoch gestaltet sich die Suche nach geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern zunehmend schwierig“, verdeutlichte im Anschluss Jochen Schulte.

Bei einem Rundgang über das Werftgelände konnten sich die SPD-Abgeordneten über das hohe Knowhow der Beschäftigten überzeugen. So werden in der Werft an der Peene, die Teil der Bremer Lürssen-Gruppe ist, hauptsächlich Spezialschiffe repariert und gefertigt, wie etwa Fregatten für die Marine, aber auch Boote für Polizei und Zoll.

Schulte: „Ausdrücklich bestätigten die verantwortlichen Manager der Peene-Werft, dass die Hilfen der Landesregierung das Überleben gesichert und sich inzwischen mehr als ausgezahlt haben.“ Der Schiffbau am Standort Wolgast sorge für viele zukunftsfähige Arbeitsplätze weit über die Region hinaus. Zudem stamme ein Drittel der Lieferanten aus Mecklenburg-Vorpommern, so dass ein erheblicher Teil der Wertschöpfung im Land verbleibt. „Die Peene-Werft unterhält sogar eine eigene Konstruktionsabteilung, die auch für andere Abteilungen der Lürssen-Gruppe tätig ist“, verdeutlicht Schulte. „Wir haben darüber hinaus mitgenommen, dass für die Werft insbesondere der weitere Ausbau der Infrastruktur wichtig ist. Denn viele der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nehmen weite Anfahrtswege, z.B. aus Neubrandenburg in Kauf.“

Einen maßgeblichen Beitrag zur Auslastung der Werft für die nächsten fünf Jahre leistet ein Großauftrag aus Saudi-Arabien für Patrouillenboote. Dazu erklärt Jochen Schulte: „Natürlich müssen Exporte dorthin besonders sensibel gehandhabt werden. Im Fall der Patrouillenboote halte ich die Ausfuhr für vertretbar, da es sich um kleine Boote mit rein defensiven Waffen handelt, die ausschließlich küstennah zum Schutz der Grenze und von Offshore-Anlagern sowie gegen Piraterie eingesetzt werden. Wer sich gegen diesen Auftrag ausspricht, muss den Beschäftigten dann klipp und klar sagen, welche konkreten Alternativen bestehen. Wer das nicht kann, schickt die Werftarbeiter in die Arbeitslosigkeit.“

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