Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
30. Juni 2017

SPD-Landtagsfraktion fordert Fachkräftewerbung in Großbritannien

Vor dem Hintergrund der laufenden Verhandlungen über den Austritt Großbritanniens aus der europäischen Union und der immer noch bestehenden Unsicherheit bezüglich des künftigen Status der in Großbritannien lebenden EU-Ausländer erklärt der arbeitsmarktpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Jochen Schulte:


„Für die 3,3 Millionen EU-Ausländer, die derzeit noch aufgrund der EU-Freizügigkeitsregeln in Großbritannien arbeiten können, bergen der BREXIT und die damit verbundenen vagen Angebote der aktuellen Regierung über ihren zukünftigen Status große Unsicherheit. Bei vielen ist die Bereitschaft vorhanden, das Land zu verlassen, wenn man ihnen vernünftige Angebote unterbreitet.

Unternehmen in Mecklenburg-Vorpommern, die Fachkräfte suchen, wären gut beraten, die aktuelle Situation verstärkt zu nutzen und gezielt EU-Bürgerinnen und –Bürger in Großbritannien für einen Wechsel nach Mecklenburg-Vorpommern zu begeistern.“

Auch die Briten selbst kehren vermehrt der Insel den Rücken. Im Vorjahr stellten 2.865 Briten erfolgreich einen Einbürgerungsantrag in Deutschland. Bis zu 600.000 Briten können sich vorstellen, im Falle des BREXIT Großbritannien zu verlassen. Für gut die Hälfte dieser Ausreisewilligen wäre Deutschland hierbei erste Wahl.

Um einen beruflichen Wechsel in unser Bundesland zu erleichtern, seien zweisprachige Angebote, gute Löhne und gute Zukunftsaussichten notwendig. Diese einmalige Chance, Fachkraftlücken in unserem Land zu schließen, sollten wir nicht verpassen, so Schulte.

Neben den Fachkräften müssen die Bemühungen des Landes verstärkt auch Firmen in den Blick nehmen. Jochen Schulte:

„Wir müssen gezielt Firmen ansprechen, die ursprünglich in Großbritannien investieren wollten, aufgrund des BREXIT aber unsichere Rahmenbedingungen beim Zugang zum europäischen Binnenmarkt vorfinden. Mecklenburg-Vorpommern bietet Unternehmen hervorragende Bedingungen, eine sehr gute Anbindung an die Weltmärkte über unsere Seehäfen und auch an die Metropolregion Hamburg.“
  • Parlamentarischer Geschäftsführer
  • Sprecher für Verkehrs- und Wirtschaftspolitik
  • Wirtschaftsausschuss, Energieausschuss, Parlamentarischer Untersuchungsausschuss