Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
19. Februar 2020

Stillstand im Tarifstreit des Nahverkehrs beenden

Der Tarifstreit zwischen ver.di und dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) für die Beschäftigten in den öffentlichen Nahverkehrsunternehmen in Mecklenburg-Vorpommern dauert an.
Dazu erklärt verkehrspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Jochen Schulte:

 „Wir fordern die Tarifparteien auf, im Interesse der Beschäftigten als auch der Fahrgäste umgehend an den Verhandlungstisch zurückzukehren. 30 Jahre nach der Wiedervereinigung sind Ost-West-Lohnunterschiede, wie sie bei den Busfahrerinnen und Busfahrern der Fall sind, ganz einfach unzeitgemäß. Insbesondere die kommunale Seite sollte großes Interesse daran haben, ihr Fachpersonal zu halten. Das ist eine Frage der Wertschätzung der eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ebenso wie eine grundlegende Frage der Zukunftsfähigkeit der Nahverkehrsunternehmen. Ohne Fahrer steht der Bus nämlich still. Und ausgebildete Busfahrer sind rar.

Wenn sich die Arbeitgeberseite nicht bewegt, muss sie damit rechnen, dass es ihre Angestellten tun. Weg aus Mecklenburg-Vorpommern. Für das Mobilitätsangebot im Land wäre dies fatal.

Für einen verantwortungsvollen Beruf wie den des Busfahrers muss es auch eine angemessene Entlohnung geben, mit der einem nicht Altersarmut droht. Das Bundeskabinett hat heute mit dem Beschluss zur Grundrente ein unteres Sicherungsnetz in unser Rentensystem eingezogen, das für viele Menschen gerade auch in Mecklenburg-Vorpommern eine deutliche Verbesserung bringt. Unser Anspruch muss aber sein, dass jeder, der sein Leben lang in Vollzeit arbeitet, auch mit einer Rente deutlich oberhalb des Grundrentenniveaus seinen Ruhestand genießen kann. Dafür braucht es ganz einfach gute Tariflöhne.“
  • Parlamentarischer Geschäftsführer
  • Sprecher für Verkehrs- und Wirtschaftspolitik
  • Wirtschaftsausschuss, Energieausschuss, Parlamentarischer Untersuchungsausschuss