SPD Landtagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
SPD-Fraktion im Plenum
previous arrow
next arrow

Aktuelle Meldungen

Julian Barlen am 27. Dezember 2025 Seit sechs Jahren in Kraft: Kita und Hort bleiben in...

„Die beitragsfreie Kita ist eine der wichtigsten sozialpolitischen Entscheidungen in unserem Land. Sie entlastet Familien spürbar und sorgt dafür, dass jedes Kind die gleichen Chancen auf gute...

weiterlesen
Rainer Albrecht am 23. Dezember 2025 Albrecht: ELER-Programm hat ländlichen Raum gestärkt

„Die 67 erfolgreich umgesetzten Projekte aus dem ELER-Förderprogramm für Kleinstädte zeigen nachdrücklich, wie europäische Fördergelder direkt vor Ort wirken können und so die Lebensqualität im...

weiterlesen
Dirk Stamer am 16. Dezember 2025 Neues Landeshochschulgesetz passiert Kabinett: „Wir wollen unsere Hochschulen noch besser...

„Wir wollen unsere Hochschulen noch besser aufstellen im Wettbewerb um Fachkräfte und Studierende. Deswegen müssen wir noch attraktiver werden. Mit dem neuen Landeshochschulgesetz machen wir...

weiterlesen
Mobilität für Alle. Bezahlbar und überall.Mobilität für Alle. Bezahlbar und überall.
Mobilität
previous arrow
next arrow

Wir ziehen Bilanz

Die Landtagsfraktion auf Facebook

Unsere neusten Videos

AfD bleibt a-sozial!

weiterlesen

Unser Aufforstungsprogramm wirkt!

weiterlesen

500 Mio. für unsere Seehäfen!

weiterlesen

DrahtlosmikrofoneWährend die Bundesregierung mit den derzeit geplanten Frequenzversteigerungen erneut auf nennenswerte Erlöse für den gebeutelten Staatshaushalt hofft und Pluspunkte bei der Breitbandversorgung des ländlichen Raumes sammeln will, stehen Betreiber drahtloser Veranstaltungstechnik vor einem Problem. Die von ihnen verwendeten Sender und Empfänger müssen ausgetauscht oder umgerüstet werden. Die von der Bundesregierung zugesagte Hilfe lässt derweil auf sich warten und dürfte kaum ausreichen.

 

Mit ihrem Antrag Frequenzbereichszuweisungsplanverordnung (Drs. 5/3384) haben die Koalitionsfraktionen die Landesregierung heute aufgefordert, beim Bund die zugesagte finanzielle Unterstützung der Länder für die erforderlichen Umstellungen im Zusammenhang mit der neuen Frequenzbereichszuweisungsplanverordnung unmittelbar einzufordern. Hintergrund sind die entstehenden Kosten für die erforderlichen Umstellungen für Rundfunkunternehmen und so genannte Sekundärnutzer, die sich aus der Räumung des Spektrums von 790 bis 862 MHz zugunsten mobiler Breitbandanbindung ergeben. In diesem Zusammenhang hatte die Bundesregierung den Ländern im Rahmen des Verordnungsverfahrens eine teilweise Übernahme der Umrüstungskosten zugesichert. Nur unter dieser Voraussetzung hatte der Bundesrat am 12.6.2009 der Räumung dieses Frequenzbereiches zugestimmt. Betroffen sind unter anderem Theater, Opernhäuser, Hallen, Kultur-, Sport- und Messeveranstalter, Medienunternehmen, Universitäten, Radio- und Fernsehsender aber auch Kirchen. Nach derzeitigen Schätzungen müssen rund 630.000 Geräte ausgetauscht werden. Experten zufolge muss allein die Kulturbranche für die Umstellungen bis zu einer Milliarde Euro aufbringen. Für ein kleineres Dreispartenhaus belaufen sich die Kosten nach Beispielrechnungen auf ca. 300.000 Euro.

Dr. Armin Jäger, der den Antrag für die CDU-Fraktion einbrachte, erläuterte zunächst, warum man einen ähnlich lautenden Oppositionsantrag vor einigen Monaten abgelehnt hatte. Seiner Auffassung nach habe sich damals eine Lösung abgezeichnet, die weitere Schritte unnötig gemacht hätte. Allerdings verlief die Versteigerung der Frequenzen dann außerordentlich schleppend, so dass die Bundesregierung bei der Zusage für Hilfen sehr zurückhaltend agierte. Inzwischen sei aber absehbar, dass die angenommenen Versteigerungserlöse doch deutlich höher ausfallen könnten, so dass es Sinn mache, die Bundesregierung zur Zahlung höherer Hilfen aufzufordern.

LINKEN-Redner Torsten Koplin kündigte nicht ohne Schadenfreude an, den Antrag natürlich unterstützen zu wollen, allein schon deshalb, um der CDU zu helfen, sich gegen die eigene Regierung durchzusetzen. Seiner Fraktion gehe es bei der Forderung eher um die kleinen, als um die großen der von der Umsstellung betroffenen Einrichtungen. Viele Anbieter der neuen Drahtlostechnik wüssten außerdem um die Not vieler Nutzer der Drahtlostechnik und könnten die Preise künstlich in die Höhe treiben. FDP-Redner Hans Kreher verwies auf die Kleine Anfrage seiner Fraktion, die den Handlungsbedarf bestätigt habe.

SPD-Kultur-Experte Dr. Klaus-Michael Körner, konstatierte am Ende nur noch kurz und knapp Einigkeit in allen demokratischen Fraktionen. Die CDU bat er jedoch, zur Sicherheit noch einen Brief an die Parteivorsitzende Angela Merkel zu schreiben und ans ganze Plenum gerichtet forderte er, "auf allen Kanälen zu funken, damit der Funk nicht unterbrochen wird".

Dem Antrag wurde von allen demokratischen Fraktionen zugestimmt.