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filmDie Sinnhaftigkeit der wirtschaftlichen Filmförderung in Mecklenburg-Vorpommern wird sehr unterschiedlich bewertet: Während die Förderung der Sat 1-Produktion "Die Grenze" heftig umstritten war, werden nationale und internationale Erfolgsproduktionen gern gesehen - als Aushängeschild für den Standort Mecklenburg-Vorpommern. Ob diese Meinungsunterschiede bereits Grund genug sind, das ganze Filmförderkonzept auf den Prüfstand zu stellen, wurde heute im Landtag heftig diskutiert.

 

Die Fraktion Die LINKE hat heute eine Bewertung der Konzeption "Förderung des Film- und Medienstandortes M-V" (Drs. 5/3390) durch unabhängige Experten gefordert. Die LINKE möchte insbesondere untersucht sehen, ob die Ziele und konkreten Effekte der wirtschaftlichen und kulturellen Filmförderung erreicht worden sind. Das Ergebnis solle dem Landtag bis zum 28. Februar 2011 zugeleitet werden. Zur Erklärung: Die wirtschaftliche Filmförderung hat das Ziel,  die Rahmenbedingungen in M-V für Unternehmen der Film- und Medienbranche zu verbessern. Die kulturelle Filmförderung hingegen soll zum einen die Entwicklung, Produktion und das Abspielen von Filmen fördern, zum anderen Projekte unterstützen, die sich der Vermittlung und Verbreitung des Films als Kulturgut widmen.

Der Kultur-Experte der LINKEN, Torsten Koplin, äußerte die Auffassung, dass es immer dann gute Ergebnisse gebe, wenn Förderung mehr als Verwaltung und Entscheidung über Projektanträge bedeute. Ohne konkret zu werden, forderte er, dass es keine Auslieferung des Films an den Kommerz geben dürfe. Am derzeitigen Konzept kritisierte er, dass die Regelungen nicht besonders attraktiv für im Land ansässige Firmen seien, sondern eher für Firmen von außerhalb. Zudem wäre es seiner Meinung nach klüger, wenn im Vergabebeirat Mitglieder säßen, die selbst nicht abhängig von der Filmförderung sind. Insgesamt müsse es ein medienpolitisches Gesamtkonzept des Landes als Standort zwischen Hamburg und Berlin geben.

SPD-Wirtschaftsexperte Jochen Schulte sprach von einem typischen Oppositionsantrag: Etwas Kultur, etwas Wirtschaft, die Forderung nach Evaluation und nach unabhängigen Fachleuten. Allerdings müsse man nach der Sinnhaftigkeit fragen. So habe man das Thema bereits im Wirtschafts- und Kulturausschuss diskutiert und eine gemeinsame Beratung vereinbart. Außerdem sei es nach gerade mal anderthalb Jahren Fördergeschichte noch deutlich zu früh, das ganze Programm zu beurteilen.

CDU-Wirtschaftsminister Jürgen Seidel äußerte den Verdacht, dass die Diskussion erst unter dem Eindruck eines bestimmten Filmes ausgelöst worden sei. Im übrigen bestehe der Beirat aus ausgewiesenen Fachleuten, darunter Vertretern des NDR, der DEFA-Stiftung und des Filmland-Vereins. Seiner Auffassung nach wurden bereits in der kurzen Laufzeit des Programms bemerkenswerte wirtschaftliche Effekte erzielt, der Drehstandort wurde erfolgreich vermarktet und es gebe einen internationalen Imagegewinn für den Tourismus. Die Filmproduktionen im Land hätten deutlich zugenommen.

FDP-Kultur-Sprecher Hans Kreher, sagte in offener Anspielung auf die Diskussion um den Sat 1-Fim "Die Grenze", dass Filmförderung nicht Filmzensur bedeuten dürfe. Seine Partei verstehe Filmförderung als aktive Ansiedlungspolitik für die Kulturwirtschaft.

Einen heftigen Disput lieferten sich am Schluss der Debatte noch einmal Andreas Bluhm (DIE LINKE) und Jochen Schulte (SPD). Während Bluhm monierte, dass in der vorausgegangenen Debatte fast ausschließlich über wirtschaftliche Filmförderung gesprochen worden sei, entgegnete Schulte, dass es jede Menge Schnittstellen zwischen wirtschaftlicher und kultureller Filmförderung gebe, die man so streng, wie Bluhm dies in seinem Beitrag getan habe, nicht voneinander trennen könne.

Der Antrag wurde mit den Stimmen der Koalition und der FDP abgelehnt.