SPD Landtagsfraktion Mecklenburg Vorpommern

Die SPD-Landtagsfraktion Mecklenburg-Vorpommern hat am Dienstagabend, 23. Juni 2026, zum 21. Mal den Johannes-Stelling-Preis für demokratisches Engagement verliehen. Der Hauptpreis ging in diesem Jahr an den Theaterkurs der Niels-Stensen-Schule Schwerin, der im Beisein von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig geehrt wurde.

Der Theaterkurs der Niels-Stensen-Schule Schwerin steht beispielhaft für demokratische Bildung, Zivilcourage und gesellschaftliches Engagement junger Menschen. Unter der Leitung von Kerstin Brinkmann greifen die Schülerinnen und Schüler seit Jahren aktuelle politische und soziale Themen auf – von völkischen Siedlungsstrukturen über Umweltschutz und Pressefreiheit bis hin zu häuslicher Gewalt und Antirassismus. Besonders hervorzuheben ist das aktuelle Projekt zur Chorperformance „Rassismus und Fremdenfeindlichkeit“ im Rahmen des geplanten Beitritts zum Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Mit Aufführungen, anonymen Meinungsabfragen, klassen- und jahrgangsübergreifenden Diskussionen sowie gemeinsamen Reflexionen schafft der Theaterkurs Räume, in denen Haltung, Meinungsbildung und demokratischer Austausch praktisch erfahrbar werden.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig würdigte den Theaterkurs in ihrer Laudatio mit den Worten:

„Der Theaterkurs der Niels Stensen Schule und alle, die sich für ihn einsetzten, verkörpern die Werte, die der Johannes-Stelling-Preis würdigt: den Mut, sich für eine demokratische Gesellschaft einzusetzen. Es erfordert viel Mut sich auf der Bühne den großen Themen unserer Zeit zu stellen, und gleichzeitig das Stück, in das so viel Herzblut geflossen ist zur Diskussion zu stellen. Ich muss sagen, ich bin sehr beeindruckt davon, was die Schülerinnen und Schüler mit dem Theaterkurs geschaffen haben. Die Jugendlichen tragen zur Meinungsbildung an der Niels-Stensen-Schule bei, indem sie für ihr Mitschülerinnen und Mitschüler nicht nur ein Stück anbieten, sondern auch die Möglichkeit der Diskussion und Auseinandersetzung“, so Schwesig.

Der Theaterkurs erhielt den Hauptpreis, der mit 3000 Euro dotiert ist. Neben ihm wurden am Abend auch drei Ehrenpreise verliehen, die mit jeweils 500 Euro dotiert sind. 

So erhielt auch die Initiative OMAS GEGEN RECHTS Greifswald & Drumrum einen Ehrenpreis. „Durch ihre kontinuierliche Präsenz im öffentlichen Raum sowie ihre Bildungs- und Aufklärungsarbeit leisten die OMAS GEGEN RECHTS Greifswald & drumrum einen wichtigen Beitrag zur Prävention und Bekämpfung von struktureller wie direkter Gewalt. Ihr Engagement ist geprägt von Zivilcourage, Empathie und dem festen Willen, demokratische und rechtsstaatliche Prinzipien zu verteidigen“, betonte Brigitte Seifert vom Landesseniorenbeirat.

Ebenfalls geehrt wurde das Reallabor Jugendpartizipation Barth. „Das Reallabor Jugendpartizipation Barth zeigt, wie Jugendarbeit aussehen kann, wenn wir das Ruder wirklich aus der Hand geben. Es ist ein Leuchtturm für junges Engagement, für gelebte Demokratie und für das Vertrauen in eine Generation, die bereit ist, Verantwortung zu übernehmen“, hebt Bastian Szesny vom Landesjugendring MV hervor.

Für ihren herausragenden Einsatz für die Demokratie wurde zudem das Bündnis DemokratieLa(a)ger Laage geehrt.

„Demokratie lebt dort, wo Menschen Verantwortung füreinander übernehmen. Das beweist das Bündnis eindrucksvoll“, sagt Laudator Daniel Taprogge vom DGB Nord.

Mit dem Johannes-Stelling-Preis erinnert die SPD-Landtagsfraktion MV an das Wirken des früheren SPD-Ministerpräsidenten Johannes Stelling, der 1933 von den Nationalsozialisten ermordet wurde – als Mahnung, dass Demokratie immer auch Mut und Haltung braucht.

„Mit dem Johannes-Stelling-Preis würdigen wir Mut und Engagement gegen Fremdenhass, Extremismus und rechtes Gedankengut. Wir wollen Engagierte ermutigen, auch in Zukunft Haltung zu zeigen. Auch in diesem Jahr konnten wir wieder ganz besondere Initiativen ehren, die für unsere freiheitlich demokratische Grundordnung eintreten und couragiert gegen Fremdenhass und Extremismus aufstehen. Das verdient nicht nur Respekt, sondern auch Unterstützung. Und genau diese wollen wir mit dem Preis geben“, sagt SPD-Fraktionschef Julian Barlen.

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