Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
27. Februar 2014

Anhörung bestätigt Chancen der Onshore-Erdölförderung für Vorpommern

Jochen Schulte: Hohes wirtschaftliches und finanzielles Potential – Wahrung von Umweltschutz und touristischen Belangen zwingend

Der Wirtschaftsausschuss des Landtags hat heute eine Expertenanhörung zu einer möglichen Onshore-Erdölförderung in Vorpommern durchgeführt. Im Anschluss daran erklärte der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Jochen Schulte:

„Die SPD-Landtagsfraktion fühlt sich in ihrer Einschätzung der Chancen und Risiken vollauf bestätigt. Eine Erdölförderung besitzt für die strukturschwache Region Vorpommern ein hohes wirtschaftliches und durch Steuer- und Förderabgaben auch enormes finanzielles Potential für das Land und die Kommunen. Deswegen unterstützen wir weitere Probebohrungen im Saal-/ Barther-Gebiet, um die vermuteten Ressourcenvolumen und ihre Wirtschaftlichkeit zu belegen.

Bei den Vorkommen handelt es sich um leichtes Erdöl von guter Qualität, das nicht verstromt wird. Damit stünde die Ölförderung überhaupt nicht im Gegensatz zur Energiewende, wie u.a. heute auch die Universität Greifswald bestätigt hat. Das Öl aus Vorpommern könnte etwa zu Kunststoff verarbeitet werden, z. B. für Gesundheitsprodukte und für Rotorblätter der Windkraftanlagen. Zudem werden nach Aussagen des Bergamtes Stralsund Schutzgebiete durch das Vorhaben nicht berührt.

Wichtig für die SPD-Fraktion ist, dass bei der Erdölexploration und möglichen Förderung sämtliche umwelt-, naturschutz- und wasserschutzrechtlichen Belange gewahrt und die tourismuspolitischen Interessen in unserem Land angemessen berücksichtigt werden. Festzuhalten bleibt, dass die Förderstationen fast unsichtbar sind, so dass die Uni Greifswald konstatiert, dass Erdölgewinnung und Tourismus problemlos miteinander funktionieren können.

Die SPD-Fraktion wird vor diesem Hintergrund den Prozess der Ölfeldentwicklung weiterhin positiv und aufmerksam begleiten. Klar ist, sofern Risiken bestehen sollten, müssen diese lückenlos geprüft und bewertet werden. Gleichzeitig besteht aber auch die Verpflichtung des Landes gegenüber den hier lebenden Menschen, sich ergebende wirtschaftliche Chancen zur Steigerung der Wertschöpfung vor Ort zu nutzen. Wir setzen dabei auf die Fortsetzung eines sachlichen und transparenten Diskussionsprozesses mit allen Beteiligten."

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