Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
03. November 2015

Aussagen von Anetta Kahane akzeptiere ich nicht!

Dr. Norbert Nieszery: Stigmatisierung des Ostens offenbart Unkenntnis und Vorurteile

Zu den Aussagen der Vorsitzenden der Amadeu-Antonio-Stiftung, Anetta Kahane, zum angeblich problematischen Umgang mit Fremden vor allem im Osten Deutschlands erklärt der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Dr. Norbert Nieszery:

„Die Äußerungen von Frau Kahane sind unverantwortlich, da sie die Menschen einer gesamten Region in unanständiger Weise stigmatisieren. Sie offenbaren zudem ein Bild über den Osten, das von Unkenntnis und Vorurteilen geprägt ist. Das ist für eine selbst ernannte Extremismus-Expertin unwürdig.

Die Menschen in unserem Land leben gern hier und sind in weit überwiegender Zahl gastfreundlich. Das belegen die ständigen Rekordzahlen an Touristen, aber auch die wachsende Willkommenskultur gegenüber Ausländern und Flüchtlingen. Zudem zeigt jede Umfrage, dass der Anteil fremdenfeindlich eingestellter Bürger im Osten zwar höher als im Westen ist, aber eine deutliche Minderheit darstellt.

Es gibt darüber hinaus unzählige Initiativen in Mecklenburg-Vorpommern und den anderen ostdeutschen Bundesländern, die seit Jahrzehnten aktiv und erfolgreich gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit kämpfen. Und es gibt unzählige Bürgerinnen und Bürger, die sich aktuell zum Teil seit mehreren Wochen mit großem Einsatz ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagieren und Menschen in Not großartig unterstützen. Deren Arbeit wird von Frau Kahane von oben herab pauschal abqualifiziert. Das akzeptiere ich nicht.“