Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
04. Mai 2016

Block V in Prora muss für historisch-politische Bildung erhalten bleiben

Ingulf Donig: Denkmalgerechte Sanierung, Errichtung einer Gedenkstätte und Erhalt der Jugendherberge sind weitere Bedingungen für Verkaufsverhandlungen

Der Bildungsausschuss des Landtags informierte sich heute vor Ort über die künftige Ausrichtung der historisch-politischen Bildung am Standort Prora. Hierzu erklärte im Anschluss der kulturpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Ingulf Donig:

„Der gegenwärtige Zustand des Blockes V ist für alle Beteiligten und vor allem auch für die historisch-politische Bildungsarbeit nicht akzeptabel. Abgesehen von der Jugendherberge verfällt dieser Komplex immer mehr. Deshalb muss jetzt endlich etwas passieren. Der Landkreis allein ist jedoch mit der Sanierung und dem Erhalt der Verkehrssicherheit finanziell überfordert.

Vor diesem Hintergrund müssen nun zügig Lösungen entwickelt werden. Der Landkreis hat dafür am Montag den Weg freigemacht. Im Kreistag wurde nicht der Verkauf von Block V beschlossen, sondern die Aufnahme von Verhandlungen zur weiteren Entwicklung des Komplexes. Alle Akteure, inklusive Bund, Land sowie Landeszentrale für politische Bildung müssen jetzt schleunigst an einem Tisch, um die zukünftige Ausrichtung der historisch-politischen Bildung an einem so bedeutenden und belasteten Standort wie Prora zu besprechen und entsprechende Maßnahmen einzuleiten.

Für die SPD-Landtagsfraktion, steht fest, dass Prora nicht zu einem reinen Wohn- und Ferienpark mutieren darf, der die Geschichte des Ortes völlig ausblendet. Für die Zukunft von Block V gelten für uns folgende Bedingungen: Die Jugendherberge genießt Bestandsschutz, das Dokumentationszentrum und der Verein Prora-Zentrum müssen dauerhaft erhalten bleiben, die Errichtung einer Gedenk- und Bildungsstätte ist Bedingung in Verhandlungen mit möglichen Investoren.“