SPD Landtagsfraktion Mecklenburg Vorpommern

Die Enquete-Kommission „Jung sein in Mecklenburg-Vorpommern“ hat heute ihren Abschlussbericht verabschiedet. Darin enthalten sind weitgehend gemeinsam getragene Handlungsempfehlungen von SPD, Die Linke, Bündnis 90/Die Grünen, CDU und FDP. Für die SPD-Fraktion ist das ein großer Erfolg: Nach intensiver parlamentarischer Arbeit liegt nun ein breiter Konsens darüber vor, wie Mecklenburg-Vorpommern die Perspektiven von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen künftig stärker in den Mittelpunkt stellen kann.

Besonders am Herzen liegt der SPD-Fraktion die bessere Beteiligung junger Menschen. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene sollen in Mecklenburg-Vorpommern nicht nur gehört werden, sondern ihre Perspektiven dauerhaft in gesellschaftliche und institutionelle Entscheidungsprozesse einbringen können. Politik für junge Menschen muss mit jungen Menschen gemacht werden.

„Kinder und Jugendliche wissen selbst am besten, was sie bewegt und was sich in ihrem Alltag ändern muss. Deshalb war ihre Beteiligung kein Zusatz, sondern Kern der Arbeit dieser Kommission. Jetzt kommt es darauf an, die Ergebnisse Schritt für Schritt umzusetzen: Mehr Beteiligung, bessere Prävention und verlässliche Unterstützung für Familien müssen in der kommenden Legislaturperiode ganz oben auf der politischen Agenda stehen“, sagt die Obfrau der SPD-Fraktion, Mandy Pfeifer.

Die 2022 eingesetzte Kommission hat sich in vier Themenclustern mit der Frage beschäftigt, was junge Menschen brauchen, um in Mecklenburg-Vorpommern gut aufzuwachsen und ihr Leben selbstbestimmt gestalten zu können. Im Mittelpunkt standen gesellschaftliche Beteiligung, formale und non-formale Bildung, gesundes und sicheres Aufwachsen sowie kinder- und jugendgerechte Infrastruktur und Lebensräume.

Die beschlossenen Empfehlungen fokussieren sich unter anderem auf frühzeitige Unterstützung, kurze Wege und konkrete Verbesserungen im Alltag. Kinder- und Familienzentren sollen als Regelangebot in Kitas gestärkt werden, damit Familien frühzeitig, niedrigschwellig und präventiv Unterstützung erhalten, bevor sich Probleme verfestigen. Mit Bildungscampus-Strukturen sollen Kitas, Schulen, Beratung, Jugendhilfe und weitere Unterstützungsangebote näher zusammenrücken, damit Kinder, Jugendliche und Familien verlässliche Hilfe aus einer Hand finden. Für Jugendliche braucht es außerdem pragmatische Lösungen in ihrer Freizeit: Treffpunkte wie Container oder Bauwagen können schnell Räume schaffen und flexibel weiterentwickelt werden, wenn sich die Bedürfnisse vor Ort verändern.

Neben Anhörungen von Expertinnen und Experten war der Beteiligungsprozess #mitmischenMV ein zentraler Bestandteil der Arbeit. Junge Menschen konnten dort ihre eigenen Erfahrungen, Wünsche und Forderungen einbringen.

Der Abschlussbericht mit seinen Handlungsempfehlungen soll im Juli im Landtag vorgestellt werden. Am kommenden Mittwoch diskutieren die Abgeordneten noch einmal gemeinsam über die geeinten Handlungsempfehlungen – um 18:00 Uhr im Schleswig-Holstein-Haus.

Der SPD-Abgeordnete Christian Winter, der den Ausschuss in den vergangenen Jahren leitete, zieht ein positives Fazit:

„Die Enquete-Kommission hat gezeigt, wie wertvoll es ist, wenn Politik genau hinhört, fachliche Expertise einbindet und die Stimmen junger Menschen ernst nimmt. Der Abschlussbericht ist kein Schlusspunkt, sondern ein Auftrag: Wir haben gemeinsam herausgearbeitet, was Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Mecklenburg-Vorpommern brauchen, um gut aufzuwachsen und ihre Zukunft selbstbestimmt zu gestalten. Dass es bei vielen Handlungsempfehlungen eine breite Verständigung über Fraktionsgrenzen hinweg gibt, ist ein starkes Signal für unser Land.“

Kontakt
  • Sprecherin für Familien-, Kinder-, Gleichstellungspolitik und LSBT*IQ
  • Bildungsausschuss, Sozialausschuss