Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
03. Februar 2016

Fusionsprojekt Wendelstein 7-X kann mittelfristig Kohle, Öl und Gas ersetzen

Susann Wippermann: Landesregierung wird sich weiter für innovative Energieforschung in M-V einsetzen

Erstmals wird in der Kernfusions-Forschungsanlage „Wendelstein 7-X“ am Max-Planck-Institut Wasserstoff-Plasma erzeugt. Zum heutigen Start der Experimente in Greifswald erklärt die hochschul- und forschungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Susann Wippermann:

„Wir in Mecklenburg-Vorpommern können stolz auf die Entwicklung des Fusionsprojekts sein. In Greifswald wird Grundlagenforschung der Spitzenklasse betrieben, die helfen kann, den weltweiten Energiebedarf abseits von Kohle, Öl und Gas zu decken. Wendelstein 7-X erkundet mit der Verschmelzung von Atomkernen ähnlich den Prozessen auf der Sonne eine neue, bislang nicht genutzte Form der Energiegewinnung. Deshalb ist die Kernfusion keine Konkurrenz zu den Erneuerbaren Energien, sondern eine Ergänzung.

Wendelstein 7-X ist als eine der weltweit modernsten Fusionsforschungseinrichtungen zu einem Magneten für Wissenschaftler/-innen und herausragenden Studenten geworden. Die dort betrieben Spitzenforschung bringt aber auch die Industrie in unserem Land voran. Seit Beginn des Aufbaus im Jahre 2005 kam es zur Entwicklung vieler neuer Herstellungsverfahren an denen auch Firmen aus Mecklenburg-Vorpommern beteiligt waren. Ein Beispiel ist die Firma Dockweiler aus Neustadt-Glewe, die zusammen mit dem Max-Planck-Institut ein neues Verfahren zur Herstellung von dreidimensionalen Rohrleitungen im Hochvakuumbereich entwickelt hat.

Landesregierung und Koalition werden sich vor diesem Hintergrund auch weiter für innovative Energieforschung im Land einsetzen.“

  • stellv. Fraktionsvorsitzende
  • Sprecherin für Tourismuspolitik, Politische Bildung
  • Finanzausschuss; NSU-Untersuchungsausschuss