Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
03. Juli 2015

Kinder- und Jugendtourismus ist in MV tragende Säule der Tourismuswirtschaft

Patrick Dahlemann: Landesregierung und Tourismusanbieter stellen sich kontinuierlich auf veränderte Trends ein

Der Landtag beschäftigte sich in seiner heutigen Sitzung mit dem Kinder- und Jugendtourismus in Mecklenburg-Vorpommern. Hierzu erklärt der Sprecher für Jugendkultur der SPD-Landtagsfraktion, Patrick Dahlemann:

„Der Kinder- und Jugendtourismus bildet in Mecklenburg-Vorpommern eine tragende Säule der touristischen und wirtschaftlichen Gesamtentwicklung und gehört mit einem Anteil von aktuell 11,3 Prozent am Gesamttourismus zu den erfolgreichsten Reisesegmenten. Vor allem das 2002 erarbeite und 2006 fortgeschriebene Strategiekonzept für den Kinder- und Jugendtourismus hat dazu geführt, dass MV seine führende Position in diesem Segment ausbauen konnte. Auch in der Fortschreibung der Landestourismuskonzeption M-V 2010 ist der Kinder- und Jugendtourismus ein zentrales Handlungsfeld auf dem entsprechende Maßnahmen definiert werden.

Vor diesem Hintergrund ist eine von der Linksfraktion konstatierte Vernachlässigung des Themas ist nicht erkennbar. Das belegen auch folgende Zahlen: mit etwa 2,4 Millionen Übernachtungen liegt der jährliche Bruttoumsatz bei knapp 84 Millionen Euro. Rund 2.500 Mitarbeiter und Saisonkräfte arbeiten in Einrichtungen des Kinder- und Jugendtourismus in unserem Land. Dabei stehen in den 240 jugendtouristischen Einrichtungen rund 20.000 Betten, u.a. in 19 Jugendherbergen, 13 Schullandheimen und 3 Jugendwaldheimen bereit. Neben dieser wirtschaftlichen Bedeutung genießt der Kinder- und Jugendtourismus zudem unbestritten eine hohe pädagogische und soziale Bedeutung. Die Kritik der Opposition wirkt denn auch eher angestrengt, indem sie versucht, die gute Stimmung zu vermiesen.

Klar ist aber auch, dass der einsetzende Rückgang des Gästevolumens im Kinder- und Jugendtourismus vor allem Ausdruck des demografischen Wandels und weniger werdenden Schülerreisen ist und mit der sinkenden Geburtenrate einhergeht. Ein Minus bei den Übernachtungen in Jugendherbergen und ähnlichen Einrichtungen ist dabei kein MV-spezifischer Trend, sondern bundesweit zu beobachten. Hierauf stellen sich die Landesregierung und die Tourismuswirtschaft selbstverständlich mit neuen Ideen und Angeboten, wie spezielle Familienangebote der Jugendherbergen oder die Herstellung von Barrierefreiheit, ein.

So trifft sich genau zu diesen Themen regelmäßig eine hochrangige Arbeitsgruppe u.a. mit Vertreterinnen und Vertretern aus den Ministerien, dem DJV, dem Jugendring, dem Verband der Schullandheime und dem Tourismusverband MV. Diesen Experten sollten wir einfach mal vertrauen.“

  • Parl. Staatssekretär, Chef der Staatskanzlei