Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
18. März 2015

Schnelles Internet im ländlichen Raum ist nur über Technologiemix zu erreichen

Schnelles Internet im ländlichen Raum ist nur über Technologiemix zu erreichen
Abgeordnete Jochen Schulte und Andreas Butzki informierten sich in Potsdam über Breitbandausbau

Die SPD-Landtagsabgeordneten Jochen Schulte und Andreas Butzki trafen sich in dieser Woche in Potsdam zu einem Informationsaustausch mit Vertretern der SPD-Landtagsfraktion in Brandenburg. Dabei stand der Breitbandausbau in Brandenburg und die Erschließung der sog. weißen Flecken im ländlichen Raum im Mittelpunkt der Beratungen. „Weitere Themen waren die Verkehrstrassen zwischen MV und Brandenburg, die Notwendigkeit steigender ÖPNV-Regionalisierungsmittel durch den Bund, der Ausbau der Erneuerbaren Energien sowie die wirtschaftliche Zusammenarbeit", verdeutlicht der Neustrelitzer Abgeordnete Andreas Butzki.

Das Thema „Breitbandausbau durch Glasfasernetze" wurde im Anschluss in einem Gespräch mit dem Unternehmen DNS:NET Internet Service GmbH vertieft. Im Unternehmenssitz Berlin trafen Schulte und Butzki mit der Geschäftsleitung zusammen. Das mittelständische Unternehmen gilt als Beispiel dafür, dass mit dem Engagement regionaler Telekommunikationsversorger auch kleinere Städte und Gemeinden zu konkurrenzfähigen Standorten entwickelt werden können. Im Mittelpunkt dieses Informationsgespräches wurden u.a. Fragen der eingesetzten Technologie, der finanziellen Umsetzbarkeit im ländlichen Raum und zu Kooperationen mit lokalen Unternehmen, Versorgern und kommunalen Institutionen erörtert.

Jochen Schulte: „Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sind Flächenländer, die eine ähnliche Ausgangslage bei der Versorgung des ländlichen Raums mit schnellem Internet aufweisen. Vor diesem Hintergrund haben wir in unseren Gesprächen wertvolle Informationen insbesondere über das Entwicklungskonzept „Brandenburg Glasfaser 2020", die technische Umsetzbarkeit und über notwendige Finanzierungsfragen bei der Breitbanderschließung gewonnen.

In Mecklenburg-Vorpommern werden schnelle Breitbandanbindungen zukünftig nur über einen Technologie-Mix zu erreichen sein. Wesentlicher Bestandteil für die flächendeckende Breitbandversorgung und den Ausbau von Hochleistungsnetzen ist die optimale Nutzung von Synergien. So können beispielsweise Windkraftanlagen aufgrund der notwendigen Erschließung mit Kabelinfrastrukturen und einer herausragenden Höhe eine synergetische Nutzung mit Breitband-Funkantennen oder kabelgebundenen Netzen anbieten. Die Erschließung ländlicher Regionen mit leistungsfähiger WLAN-Richtfunk-Technik für Breitbandkommunikation durch die Mitbenutzung der Infrastruktur von Windkraftanlagen könnte die Attraktivität dieser Regionen und Kommunen erhöhen und die Chancen für Unternehmerinnen und Unternehmer, Selbstständige und Kreative aus dem ländlichen Raum sichern."

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