SPD Landtagsfraktion Mecklenburg Vorpommern

Der Landtag Mecklenburg-Vorpommern hat einen Antrag der Fraktionen von SPD und Die Linke zur Weiterentwicklung der schulischen Inklusion beschlossen. Für die SPD-Fraktion steht dabei ein klares Ziel im Mittelpunkt: gleiche Bildungschancen für alle Kinder – unabhängig von ihren individuellen Voraussetzungen.

„Für uns ist klar: Wir wollen Inklusion, wir wollen gerechte Chancen und gute Förderung für alle Kinder. Es ist aber auch klar, dass so ein Prozess Zeit und viele Ressourcen braucht. Deshalb haben wir nun eine wichtige Grundsatzentscheidung getroffen. Damit geben wir allen Beteiligten mehr Zeit für die Umstellung, stärken die Wahlfreiheit der Eltern und verbessern gleichzeitig die Qualität der Angebote“, erklärt der schulpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Andreas Butzki.

Der Antrag knüpft an die geplante Neuausrichtung der Inklusionsstrategie im Land an. Ziel ist es unter anderem, den Förderschwerpunkt Lernen schrittweise bis 2035 in das Regelschulsystem zu integrieren. Gleichzeitig können Förderschulen bis 2035 fortbestehen, um Zeit für eine geordnete Entwicklung und notwendige Investitionen zu schaffen.

„Wir setzen bewusst auf einen realistischen und verantwortungsvollen Weg. Es geht nicht um ein Entweder-oder, sondern um ein gutes Miteinander von inklusiven Angeboten und bewährten Förderstrukturen“, so Butzki.

Kernpunkte des Antrags sind die Sicherung des Wunsch- und Wahlrechts der Eltern, flexible Lernsettings für Schülerinnen und Schüler mit Förderbedarf sowie ein verstärkter Einsatz sonderpädagogischen Personals. Auch die Weiterentwicklung von Angeboten für Kinder mit emotionalem und sozialem Förderbedarf sowie der Ausbau der Begabtenförderung sind zentrale Bausteine.

Die SPD-Fraktion macht deutlich: Gute Inklusion braucht klare Strukturen, ausreichend Personal und die enge Einbindung aller Beteiligten. Deshalb soll die Landesregierung die Neuausrichtung gemeinsam mit Bildungspartnern weiterentwickeln und die Grundlage für eine Novelle des Schulgesetzes schaffen.

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