Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
24. Januar 2014

Zukunftsfeste und finanzierbare Lösungen für den ländlichen Raum finden

Julian Barlen: Es bedarf nachhaltiger Konzepte, um den Menschen bei begrenzten öffentlichen Mitteln ein gutes Leben im Alter auch in der Fläche zu ermöglichen

In der heutigen Sitzung der Enquete-Kommission „Älter werden in Mecklenburg-Vorpommern" haben Dr. Reiner Klingholz vom Berlin-Institut und Professor Udo Onnen-Weber von der Hochschule Wismar zum ländlichen Raum in Mecklenburg-Vorpommern vorgetragen. Hierzu erklärt der Obmann der SPD-Landtagsfraktion in der Enquete-Kommission, Julian Barlen:

„Teile des ländlichen Raums in M-V sind besonders von den Folgen der weniger und älter werdenden Bevölkerung in Mecklenburg-Vorpommern betroffen. Das hat Folgen für das Wohnen, für die Versorgung mit Medizin und Pflege, für die Mobilität und das soziale und kulturelle Leben. Es ist das erklärte Ziel der Enquetekommission und der SPD-Landtagsfraktion, für solche Regionen mit besonderen demographischen Belastungen gute und langfristig finanzierbare Lösungsvorschläge zu erarbeiten.

Dabei sind wir mitten im Diskussionsprozess. Die deutlichen Thesen von Dr. Klingholz und Professor Onnen-Weber sind wertvoll für diesen Prozess, da sie die vielfältigen Probleme der Menschen vor Ort klar benennen.

Für die SPD-Landtagsfraktion geht es dabei aber ausdrücklich nicht um die Aufgabe des ländlichen Raums, sondern um die realistische Beantwortung der Frage, wie unter den veränderten Bedingungen und begrenzten finanziellen Ressourcen ein möglichst gutes Leben im Alter ermöglicht werden kann.

In diesem Zusammenhang muss meines Erachtens auch geprüft werden, wie geltende Standards den Erfordernissen und der Leistungsfähigkeit werden können. Es ist beispielsweise wenig hilfreich, wenn eine Straße nur deshalb nicht gebaut wird, weil eine zu große Breite und daher zu hohe Kosten vorgeschrieben sind. Auch muss kreativen Lösungen Raum geboten werden. Beispielsweise sollte eine lokale Initiative für die Mobilität der Senioren die Möglichkeit bekommen, sich zu erproben und nicht unmittelbar an Regulation scheitern.

Fest steht, dass in den nächsten Jahren die zur Verfügung stehenden Landes- und Fördermittel zurückgehen werden. Dies erfordert, noch stärker die Konzentration der öffentlichen Mittel auf nachhaltig tragfähige Konzepte und Konstellationen in den Fokus zu nehmen.

Fertige und einfache Antworten gibt es dabei nicht. Die SPD-Landtagsfraktion wird deshalb mit der eigenen Veranstaltungsreihe 'Demographiegespräche' die Arbeit der Enquete-Kommission begleiten und mit Experten und einer möglichst großen Öffentlichkeit Lösungsvorschläge auch für den ländlichen Raum entwickeln."

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