Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
14. November 2013

Zuschussprogramm für Azubis nutzen

Dr. Margret Seemann/ Martina Tegtmeier: Mehr Berufsschülerinnen und Berufsschüler sollen zukünftig von Landesförderung für Fahrt- und Unterkunftskosten profitieren

Der Landtag beschäftigt sich heute mit Möglichkeiten zur Verbesserung der Ausbildungsbedingungen für junge Menschen. Dabei spielt die mangelnde Inanspruchnahme der Finanzzuschüsse des Landes für Fahrt- und Unterkunftskosten von Auszubildenden eine wichtige Rolle. Hierzu erklären die Sprecherin für Berufliche Bildung der SPD-Landtagsfraktion, Dr. Margret Seemann und die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Martina Tegtmeier:

Dr. Margret Seemann: „Bereits zum neuen Ausbildungsjahr können mehr Berufsschülerinnen und Berufsschüler einen Zuschuss des Landes zu ihren Fahrtkosten zum Unterricht sowie zu ihren notwendigen Unterkunftskosten erhalten. Dafür hat der Bildungsausschuss des Landtags auf Initiative der SPD-Fraktion in der vergangenen Woche den Weg frei gemacht. Bildungsminister Brodkorb hat zudem zugesichert, dass die Änderung der Richtlinie so schnell wie möglich erfolgt.

Von der geänderten Richtlinie profitieren deutlich mehr Berufsschülerinnen und -schüler als bisher, da nicht mehr nur sogenannte soziale Härtefälle zuschussberechtigt sind. So können zukünftig Berufsschüler an freien Schulen oder Auszubildende ohne Ausbildungsbetrieb Zuschüsse zu den Fahrt- und Übernachtungskosten erhalten. Das betrifft vor allem zukünftige Erzieherinnen, Alten- und Krankenpfleger.“

Martina Tegtmeier: „Jetzt gilt es, die neue Richtlinie breit zu bewerben, damit möglichst viele Azubis ab Inkrafttreten der neuen Richtlinie Anträge zur Kostenerstattung stellen. Die Anspruchsberechtigung für die Zuschüsse soll sich zukünftig u. a. am Ausbildungsentgelt orientieren. Genaue Kriterien werden jetzt erarbeitet. Von den Ausbildungsunternehmen erwarte ich, ihren Anteil an der Finanzhilfe im Interesse der Berufsschülerinnen und -schüler unbürokratisch beizusteuern.“