Lantagsfraktion Mecklenburg Vorpommern
09. Oktober 2015

Ältere Arbeitnehmer werden vom demografischen Wandel profitieren

Martina Tegtmeier: Politik muss sich besonders um Integration von Langzeitarbeitslosen über 50 Jahre kümmern

In der heutigen Sitzung der Enquete-Kommission „Älter werden in Mecklenburg-Vorpommern“ stellte das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung die Grundlagenexpertise zum Thema „Arbeit im Alter“ vor. Hierzu erklärte Martina Tegtmeier, Sprecherin für Arbeitsmarktpolitik der SPD-Fraktion und Mitglied der Enquete-Kommission:

„Mit dem demografischen Wandel und der guten wirtschaftlichen Entwicklung in MV ändern sich auch die personalpolitischen Herausforderungen an die Unternehmen in unserem Land. Sie haben nicht mehr die ‚freie Auswahl‘ auf dem Arbeitsmarkt, sondern müssen gezielt nach Fachkräften suchen.

Der Anteil erfahrenerer Mitarbeiter innerhalb der Belegschaften steigt immer weiter an. Gesundheitsprävention und die Schaffung altersgerechter Arbeitsplätze helfen dabei, dass ältere Arbeitnehmer bis zur Rente arbeiten können und wollen.

Damit das Wissen solcher Mitarbeiter nicht verloren geht, sollten diese gezielt in Fortbildungen eingebunden oder in altersgemischte Teams einbezogen werden.

Viele ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werden von dieser Entwicklung profitieren. Schon jetzt sinkt die Zahl der Arbeitslosen über 50 Jahre. Trotzdem werden wir Geringqualifizierte, mit zum Teil gebrochenen Erwerbsbiographien, auch weiterhin unterstützen müssen, damit sie ins Arbeitsleben integriert werden. Aufgabe der Politik wird es außerdem sein, klein- und mittelständische Unternehmen, die aufgrund ihrer Größe wenig Expertise bei der Personalentwicklung aufbauen können, bei diesem Prozess zu unterstützen.“

Hintergrund
Die Enquete-Kommission „Älter werden in Mecklenburg-Vorpommern“ wurde vom Landtag eingesetzt, um Maßnahmen zur Anpassung an die älter werdende Gesellschaft zu empfehlen. Sie setzt sich aus elf Mitgliedern des Landtages und zehn externen Fachleuten zusammen und tagt öffentlich. In den sechs Themenfeldern „Wohnen im Alter“, „Alter und Gesundheit/Pflege“, „Mobilität im Alter“, „Bildung/Arbeit“, Bürgerschaftliches Engagement/Gesellschaftliche Teilhabe“ und „Infrastruktur“ erarbeitet die Kommission auf Grundlage von wissenschaftlichen Gutachten und im Dialog mit den zuständigen Ministerien und Experten aus der Praxis Vorschläge für eine zukunftsfeste Seniorenpolitik.

  • stellv. Fraktionsvorsitzende
  • Sprecherin für Innenpolitik, Kommunalpolitik, Gleichstellungspolitik
  • Innen- und Europaausschuss, Sozialausschuss